{"id":1383,"date":"2017-05-16T08:54:40","date_gmt":"2017-05-16T06:54:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zanetti.ch\/?p=1383"},"modified":"2017-05-16T09:14:27","modified_gmt":"2017-05-16T07:14:27","slug":"soll-der-bund-die-kinderbetreuung-subventionieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zanetti.ch\/?p=1383","title":{"rendered":"Soll der Bund die Kinderbetreuung subventionieren?"},"content":{"rendered":"<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"384\"><strong><span style=\"color: #00ff00;\">JA<\/span><\/strong> Gest\u00fctzt auf Artikel 116 der Bundesverfassung kann und soll der Bund Kinderbetreuung subventionieren. Aber nicht nur der Bund, die \u00f6ffentliche Hand grunds\u00e4tzlich. Denn sie ist es, die nebst den Arbeitgebern am meisten davon profitieren. Mehrfach best\u00e4tigt ist, dass jeder in die ausserfamili\u00e4re Kinderbetreuung investierte Franken um ein Mehrfaches zur\u00fcckkommt, etwa durch h\u00f6here Steuerertr\u00e4ge oder tiefere Sozialleistungen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Bund hat bis jetzt Anstossfinanzierung betrieben. Dadurch wurden in den letzten 14 Jahren rund 55\u2019000 Betreuungspl\u00e4tze geschaffen. Die meisten sind auch nach dem Wegfall der Bundessubventionen noch vorhanden. In der Sondersession wurden weitere knapp 100 Millionen Franken f\u00fcr f\u00fcnf Jahre bewilligt. Dieses Geld wird dann ausbezahlt, wenn Modelle f\u00fcr Ferienbetreuung oder Betreuungszeiten die auch Schichtarbeitenden (Polizistinnen, Detailhandelsangestellte etc.) besser entgegen kommen, entwickelt werden. Ebenso k\u00f6nnen Tagesschulmodelle unterst\u00fctzt werden. Geld vom Bund bekommt auch, wer Konzepte erarbeitet, die die Elternbeitr\u00e4ge senken.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Denn Zuwanderung d\u00e4mpfen und einen Beitrag an die Behebung des Fachkr\u00e4ftemangels leisten, bedeutet, dass Eltern m\u00f6glichst mit einem hohen Pensum im Job bleiben. Doch die Arbeit muss sich auch f\u00fcr die Eltern lohnen. Deshalb m\u00fcssen vor allem die Elternbeitr\u00e4ge f\u00fcr den Mittelstand g\u00fcnstiger werden. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf muss besser funktionieren als heute. Darum kommen alle, die davon einen Nutzen haben, nicht darum herum, sich in irgendeiner Form auch an den Kosten zu beteiligen. Und einen Nutzen haben die \u00f6ffentliche Hand, die Arbeitgeber und dazu die Eltern.<\/p>\n<p><em>Nationalr\u00e4tin Rosmarie Quadranti (BDP), Volketswil<\/em><\/td>\n<td width=\"384\"><strong><span style=\"color: #ff0000;\">NEIN <\/span><\/strong>Man beachte zun\u00e4chst die erhellende Wortwahl der Frage: Die Rede ist von \u00absubventionieren\u00bb. Es geht also darum, dass der Staat jemandem Geld gibt, das er zuvor jemand anderem weggenommen hat. Von \u00abAnschubfinanzierung\u00bb spricht nur noch, wer damit zum Ausdruck bringen will, dass so lange finanziert werden soll, bis die s\u00fcssen Kleinen dereinst ihren Rollator vor sich herschieben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Auch mit demokratischen Mitteln darf der Staat nicht zu einem Selbstbedienungsladen verkommen. Und vergessen wir nie: Ein Staat, der alles geben kann, kann auch alles wieder wegnehmen. W\u00e4re es das eigene Geld, mit dem sich die Mehrheit der National- und St\u00e4nder\u00e4te so spendabel zeigt, w\u00e4re nichts einzuwenden. Doch wenn man schon als Steuerzahler zur Kasse gen\u00f6tigt wird, w\u00fcnschte man sich wenigstens eine gute Begr\u00fcndung. Menschen ein bestimmtes Familienmodell zu erm\u00f6glichen, zeugt nicht a priori von Grossherzigkeit, wenn Dritte daf\u00fcr bezahlen m\u00fcssen. Es heisst, der Staat habe ein Interesse daran, die Vereinbarung von Beruf und Familie zu vereinfachen. Warum? Warum soll ich f\u00fcr die W\u00fcnsche anderer bezahlen, sofern dies nicht, wie beispielsweise die Landesverteidigung, eindeutig im allgemeinen Interesse liegt? Wann wurden Eigeninitiative und Eigenverantwortung abgeschafft? Habe ich etwas verpasst?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Seit 1990 ist die Verschuldung alleine des Bundes um \u00fcber 180 Prozent angestiegen. Pro Kopf um fast 60 Prozent, w\u00e4hrend die Bev\u00f6lkerung um 20 Prozent wuchs. Die Kinder, um die es angeblich geht, werden Schulden erben. Was Familien angeblich Freiheit verschaffen soll, bindet sie in Wahrheit n\u00e4her an den Staat. Macht sie von ihm abh\u00e4ngig.<\/p>\n<p><em>Nationalrat Claudio Zanetti (SVP), Gossau ZH<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Aus dem &#8222;Z\u00fcrcher Oberl\u00e4nder&#8220; vom 10. Mai 2017.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n\n<div class=\"twitter-share\"><a href=\"https:\/\/twitter.com\/intent\/tweet?via=zac1967\" class=\"twitter-share-button\" data-size=\"large\">Twittern<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>JA Gest\u00fctzt auf Artikel 116 der Bundesverfassung kann und soll der Bund Kinderbetreuung subventionieren. Aber nicht nur der Bund, die \u00f6ffentliche Hand grunds\u00e4tzlich. Denn sie ist es, die nebst den Arbeitgebern am meisten davon profitieren. 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