{"id":44,"date":"2009-03-04T19:23:14","date_gmt":"2009-03-04T17:23:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.blog.zanetti.ch\/?p=44"},"modified":"2009-03-04T19:25:08","modified_gmt":"2009-03-04T17:25:08","slug":"mehr-kapitulation-als-verteidigung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zanetti.ch\/?p=44","title":{"rendered":"Mehr Kapitulation als Verteidigung"},"content":{"rendered":"<p><meta http-equiv=\"Content-Type\" content=\"text\/html; charset=utf-8\" \/><meta name=\"ProgId\" content=\"Word.Document\" \/><meta name=\"Generator\" content=\"Microsoft Word 10\" \/><meta name=\"Originator\" content=\"Microsoft Word 10\" \/>\n<link href=\"file:\/\/\/C:%5CDOKUME%7E1%5CADMINI%7E1%5CLOKALE%7E1%5CTemp%5Cmsohtml1%5C01%5Cclip_filelist.xml\" rel=\"File-List\" \/><!--[if gte mso 9]><xml>  <w:WordDocument>   <w:View>Normal<\/w:View>   <w:Zoom>0<\/w:Zoom>   <w:HyphenationZone>21<\/w:HyphenationZone>   <w:Compatibility>    <w:BreakWrappedTables\/>    <w:SnapToGridInCell\/>    <w:WrapTextWithPunct\/>    <w:UseAsianBreakRules\/>   <\/w:Compatibility>   <w:BrowserLevel>MicrosoftInternetExplorer4<\/w:BrowserLevel>  <\/w:WordDocument> <\/xml><![endif]--><\/p>\n<style> <!--  \/* Style Definitions *\/  p.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal \t{mso-style-parent:\"\"; \tmargin:0cm; \tmargin-bottom:.0001pt; \tmso-pagination:widow-orphan; \tfont-size:12.0pt; \tfont-family:Arial; \tmso-fareast-font-family:\"Times New Roman\"; \tmso-bidi-font-family:Arial; \tmso-bidi-language:AR-SA;} p \t{mso-margin-top-alt:auto; \tmargin-right:0cm; \tmso-margin-bottom-alt:auto; \tmargin-left:0cm; \tmso-pagination:widow-orphan; \tfont-size:12.0pt; \tfont-family:\"Times New Roman\"; \tmso-fareast-font-family:\"Times New Roman\"; \tmso-bidi-font-family:\"Times New Roman\";} span.stil3 \t{mso-style-name:stil3;} p.stil31, li.stil31, div.stil31 \t{mso-style-name:stil31; \tmso-margin-top-alt:auto; \tmargin-right:0cm; \tmso-margin-bottom-alt:auto; \tmargin-left:0cm; \tmso-pagination:widow-orphan; \tfont-size:12.0pt; \tfont-family:\"Times New Roman\"; \tmso-fareast-font-family:\"Times New Roman\"; \tmso-bidi-font-family:\"Times New Roman\";} @page Section1 \t{size:595.3pt 841.9pt; \tmargin:70.85pt 70.85pt 2.0cm 70.85pt; \tmso-header-margin:35.4pt; \tmso-footer-margin:35.4pt; \tmso-paper-source:0;} div.Section1 \t{page:Section1;} --> <\/style>\n<p><!--[if gte mso 10]>\n\n\n<style>  \/* Style Definitions *\/  table.MsoNormalTable \t{mso-style-name:\"Normale Tabelle\"; \tmso-tstyle-rowband-size:0; \tmso-tstyle-colband-size:0; \tmso-style-noshow:yes; \tmso-style-parent:\"\"; \tmso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; \tmso-para-margin:0cm; \tmso-para-margin-bottom:.0001pt; \tmso-pagination:widow-orphan; \tfont-size:10.0pt; \tfont-family:\"Times New Roman\";} <\/style>\n\n <![endif]--><strong><span style=\"font-family: Arial\">Seit Heinrich VIII. schm\u00fccken sich Englands K\u00f6nige mit dem Titel \u00abDefender of the Faith\u00bb. Ein Blick ins K\u00f6nigreich zeigt allerdings, dass es mit der Verteidigung des Glaubens nicht mehr weit her ist.<\/span><\/strong><\/p>\n<p><strong><span style=\"font-family: Arial\"><\/span><\/strong><\/p>\n<p class=\"stil31\" style=\"margin: 0cm 0cm 6pt\"><span style=\"font-family: Arial\">In kaum einem anderen westlichen Land treibt der Def\u00e4tismus gegen\u00fcber dem Islam groteskere Bl\u00fcten. Vorl\u00e4ufiger H\u00f6hepunkt: Dem niederl\u00e4ndischen Parlamentsabgeordneten Geert Wilders wurde die Einreise verweigert, weil dessen Kurzfilm \u00abFitna\u00bb einige Muslime h\u00e4tte ver\u00e4rgern k\u00f6nnen. Bei einem Land, in dem Weihnachtslieder als \u00abzu religi\u00f6s\u00bb von einem Weihnachtslieder-Wettbewerb verbannt werden und die Inhaberin eines Coiffeurladens daf\u00fcr bestraft wird, dass sie eine Muslima nicht einstellt, weil diese sich weigert, w\u00e4hrend der Arbeit ihr Kopftuch wegzulegen, verwundert einen kaum mehr etwas. Trotzdem, England: Das war einmal eine stolze Weltmacht, die selbst im entlegensten Winkel der Erde ihre Interessen durchzusetzen wusste. Mittlerweile hat das K\u00f6nigreich das Appeasement zur Staatsdoktrin erhoben.<o:p><\/o:p><\/span><\/p>\n<p class=\"stil31\" style=\"margin: 0cm 0cm 6pt\"><strong><span style=\"font-family: Arial\">\u00abI Am The West\u00bb<\/span><\/strong><span style=\"font-family: Arial\"><o:p><\/o:p><\/span><\/p>\n<p class=\"stil31\" style=\"margin: 0cm 0cm 6pt\"><span style=\"font-family: Arial\">Zwar sind noch vielerorts Soldaten im Zeichen des Union Jack im Einsatz, doch scheint die Regierung in London deren Kampfkraft nicht mehr so recht zu trauen. F\u00fcr vierhunderttausend englische Pfund werden gegenw\u00e4rtig im pakistanischen Fernsehen Spots geschaltet, in denen Terroristen darum gebeten werden, die britische Insel vor Anschl\u00e4gen zu verschonen. Nat\u00fcrlich glauben nicht einmal Politiker und Staatsfunktion\u00e4re, dass sich Bin Ladens J\u00fcnger von ihren verbrecherischen Vorhaben abbringen lassen, bloss weil in einem Fernsehspot um Mitleid gefleht wird. Es geht auch um etwas anderes. Die Kampagne l\u00e4uft unter dem Titel \u00abI am the west\u00bb, und es treten darin prominente britische Muslime auf. Damit gibt es keinen Zweifel an der Botschaft, die lautet:<o:p><\/o:p><\/span><\/p>\n<p class=\"stil31\" style=\"margin: 0cm 0cm 6pt\"><em><span style=\"font-family: Arial\">\u00abHey Jungs! Ihr k\u00f6nnt aufh\u00f6ren zu schiessen und zu bomben. Wir haben das Gebiet bereits unter Kontrolle. Wenn Ihr nicht aufpasst, k\u00f6nntet Ihr sogar Muslime treffen.\u00bb<\/span><\/em><span style=\"font-family: Arial\"><o:p><\/o:p><\/span><\/p>\n<p class=\"stil31\" style=\"margin: 0cm 0cm 6pt\"><span style=\"font-family: Arial\">Dieses Selbstbewusstsein wird ganz offen zur Schau getragen. So wies ein Vertreter einer muslimischen Organisation k\u00fcrzlich einen Fernsehmoderator zurecht, nachdem dieser ihn gefragt hatte, weshalb er nicht in einem Land lebe, in dem die Scharia gilt, die er offenbar dem englischen Recht vorziehe. Was ihm \u00fcberhaupt einfalle. England geh\u00f6re nicht den Engl\u00e4ndern. England geh\u00f6re Allah. Auch in der Schweiz macht der Vorzeigemuslim der linken Intelligentsia, Tariq Ramadan, keinen Hehl daraus, dass er diese Einsch\u00e4tzung teilt.<o:p><\/o:p><\/span><\/p>\n<p class=\"stil31\" style=\"margin: 0cm 0cm 6pt\"><strong><span style=\"font-family: Arial\">Gest\u00f6rte Harmonie<\/span><\/strong><span style=\"font-family: Arial\"><o:p><\/o:p><\/span><\/p>\n<p class=\"stil31\" style=\"margin: 0cm 0cm 6pt\"><span style=\"font-family: Arial\">Traditionellerweise wird dem Recht auf freie Meinungs\u00e4usserung in England grosse Bedeutung beigemessen. Leider scheint es auch damit vorbei zu sein. So haben k\u00fcrzlich britische Parlamentarier ihren niederl\u00e4ndischen Kollegen Geert Wilders eingeladen, um in Westminster gemeinsam seinen umstrittenen Islam-Kurzfilm \u00abFitna\u00bb anzuschauen und danach dar\u00fcber zu diskutieren. Ein normaler Gedankenaustausch unter Parlamentariern, m\u00fcsste man meinen. Jedenfalls etwas aus dem sich eine Regierung gef\u00e4lligst herauszuhalten hat.<o:p><\/o:p><\/span><\/p>\n<p class=\"stil31\" style=\"margin: 0cm 0cm 6pt\"><span style=\"font-family: Arial\">Die britische Innenministerin Jacqui Smith scheint allerdings weder Montesquieu noch Locke gelesen zu haben. Sie untersagte Wilders kurzerhand die Einreise. Die Begr\u00fcndung f\u00fcr diese krasse Massnahme macht klar, dass die britische Regierung hat Angst vor der muslimischen Minderheit. Sie lautet, der Film w\u00fcrde die gesellschaftliche \u00abHarmonie st\u00f6ren und deshalb die innere Sicherheit des Vereinigten K\u00f6nigreichs gef\u00e4hrden\u00bb. Gesch\u00fctzt wird also nicht, wer sich dem offenen Wettstreit der Meinungen und der Kritik stellt, sondern derjenige, der klar gemacht hat, dass er auch bereit ist, Unschuldige zu t\u00f6ten, um sich Respekt zu verschaffen, bzw. das, was er darunter versteht.<o:p><\/o:p><\/span><\/p>\n<p class=\"stil31\" style=\"margin: 0cm 0cm 6pt\"><strong><span style=\"font-family: Arial\">Volksverhetzung nach Ermessen der Politiker?<\/span><\/strong><span style=\"font-family: Arial\"><o:p><\/o:p><\/span><\/p>\n<p class=\"stil31\" style=\"margin: 0cm 0cm 6pt\"><span style=\"font-family: Arial\">Wilders Film wurde einer geschlossenen Versammlung von rund vierzig Menschen dennoch gezeigt. Seither tobt auf der Insel die Diskussion \u00fcber die Meinungsfreiheit, und es ist bemerkenswert, dass sich die Presse fast unisono gegen die Innenministerin stellt. Ihr Kollege vom Aussenministerium, David Miliband, nimmt sie hingegen in Schutz und rechtfertigt den Eingriff in die Meinungs\u00e4usserungsfreiheit damit, dass schliesslich auch niemand das Recht habe, in einem \u00fcberf\u00fcllten Theater \u00abFeuer\u00bb zu schreien. Wirklich? Nicht einmal, wenn es brennt?<o:p><\/o:p><\/span><\/p>\n<p class=\"stil31\" style=\"margin: 0cm 0cm 6pt\"><span style=\"font-family: Arial\">Die Diskussion ist damit entfacht: Endet Meinungsfreiheit da, wo Volksverhetzung beginnt, wie gelegentlich behauptet wird? Und wenn dem so sein sollte, w\u00e4re es dann nicht Sache eines Gerichts, festzustellen, ob auch wirklich eine Volksverhetzung vorliegt? Politiker, erst recht solche, die mit Regierungsmacht ausgestattet sind, d\u00fcrften nicht immer frei von subjektiven Einfl\u00fcssen entscheiden.<o:p><\/o:p><\/span><\/p>\n<p class=\"stil31\" style=\"margin: 0cm 0cm 6pt\"><strong><span style=\"font-family: Arial\">Ein harmloses Filmchen<\/span><\/strong><span style=\"font-family: Arial\"><o:p><\/o:p><\/span><\/p>\n<p class=\"stil31\" style=\"margin: 0cm 0cm 6pt\"><span style=\"font-family: Arial\">Das Einreiseverbot f\u00fcr Geert Wilders wird noch viel grotesker, wenn man sich den zur Debatte stehenden Film erst einmal ansieht, was die meisten Muslime, die sich nun beleidigt geben und mit Terror drohen, gewiss nicht getan haben. Der knapp siebzehn Minuten lange Film beginnt mit der bekannten d\u00e4nischen Karikatur, die Mohammed mit einer Bombe als Turban zeigt. Dazu werden Koranverse zitiert. Hinzu kommen Bilder von islamistisch motivierten Gewalttaten (11. September, Madrider Zuganschl\u00e4ge und U-Bahn-Anschl\u00e4ge in London), des weiteren Aufnahmen von Hasspredigern, die zum heiligen Krieg gegen Ungl\u00e4ubige oder Christen und Juden aufrufen, und als Ziel eine Weltherrschaft des Islams verk\u00fcnden, gezeigt. Der zweite Teil handelt von der \u00abIslamisierung\u00bb Europas. F\u00e4lle von antidemokratischen Bestrebungen und Folgen wie z. B. die Behandlung von Frauen und homosexuellen M\u00e4nnern infolge von islamistischen Rechtsvorstellungen in Europa werden gezeigt. Zum Schluss erscheint die Aufforderung, die \u00abislamische Ideologie\u00bb \u2013 nicht den Islam! \u2013 zu bek\u00e4mpfen.<o:p><\/o:p><\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 6pt\"><span class=\"stil3\"><span style=\"font-family: Arial\">Der vielerorts vom Internet abrufbare Film enth\u00e4lt nichts, was dem informierten Zeitgenossen nicht schon l\u00e4ngst bekannt ist. Er d\u00fcrfte auch nicht viel dazu beitragen, um auf die Gefahren der schleichenden Islamisierung hinzuweisen. In dieser Hinsicht hat die britische Regierung wesentlich mehr geleistet.<\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial\"><o:p><\/o:p><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-bottom: 6pt\"><o:p>\u00a0<\/o:p><\/p>\n\n<div class=\"twitter-share\"><a href=\"https:\/\/twitter.com\/intent\/tweet?via=zac1967\" class=\"twitter-share-button\" data-size=\"large\">Twittern<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit Heinrich VIII. schm\u00fccken sich Englands K\u00f6nige mit dem Titel \u00abDefender of the Faith\u00bb. Ein Blick ins K\u00f6nigreich zeigt allerdings, dass es mit der Verteidigung des Glaubens nicht mehr weit her ist. In kaum einem anderen westlichen Land treibt der Def\u00e4tismus gegen\u00fcber dem Islam groteskere Bl\u00fcten. 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