{"id":495080,"date":"2022-02-07T08:18:40","date_gmt":"2022-02-07T07:18:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.zanetti.ch\/?p=495080"},"modified":"2022-02-07T08:18:40","modified_gmt":"2022-02-07T07:18:40","slug":"meine-beanstandung-gegen-den-srf-rundschau-beitrag-bomber-der-luefte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zanetti.ch\/?p=495080","title":{"rendered":"Meine Beanstandung gegen den SRF-Rundschau-Beitrag &#8222;Bomber der L\u00fcfte&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>Sehr geehrte Damen und Herren,<br \/>\nLiebe Esther<\/p>\n<p>Gest\u00fctzt auf Artikel 4 und 5 RVG beanstande ich eine Verletzung des Sachgerechtigkeitsgebots durch Fernsehen SRF.<\/p>\n<p>Es geht um folgende Sendung: \u00abRundschau\u00bb vom 2. Februar 2022 \u2013 Beitrag: Bomber der L\u00fcfte<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.srf.ch\/play\/tv\/redirect\/detail\/e891becb-ad6c-474a-b5c2-9e47db985585\">https:\/\/www.srf.ch\/play\/tv\/redirect\/detail\/e891becb-ad6c-474a-b5c2-9e47db985585<\/a><\/p>\n<p>Was als \u00abexklusive Recherche der SRF-Investigativ-Redaktion\u00bb angepriesen wurde, entpuppte sich als die \u00fcbliche Stimmungsmache gegen die Landesverteidigung und die Beschaffung des neuen Kampfflugzeugs.<!--more--><\/p>\n<p>44 Sekunden Anmoderation gen\u00fcgen Dominik Meier f\u00fcr gleich drei Falschaussagen:<\/p>\n<ol>\n<li>Er behauptet, Ziel der Aktion sei ein \u00abfeindlicher Milit\u00e4rkommandant\u00bb, was offensichtlich Unsinn ist und von mangelnder Sachkenntnis zeugt. Es geht nicht um eine Person, sondern um die Zerst\u00f6rung gegnerischer Infrastruktur.<\/li>\n<li>Eine Mission ist nicht mit dem Abwurf einer Bombe erf\u00fcllt, sondern mit der Vernichtung des Ziels. Wer schon einmal eine Waffe in der Hand hatte kennt den Unterschied.<\/li>\n<li>Es wird behauptet \u00abdiese Kriegsszenarien\u00bb seien \u00abbisher geheim\u00bb gewesen. Diese Behauptung wird im Beitrag durch die Aussage von Bundesr\u00e4tin Amherd vom vergangenen Juni widerlegt, dass sie nicht beabsichtige \u00abBerlin zu bombardieren\u00bb. Da anzunehmen ist, dass Meier den Inhalt des Beitrags kannte, stellt sich die Frage, warum er an der falschen Darstellung festhielt.<\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>Instrumentalisierung \u2013 cui bono?<\/strong><\/p>\n<p>Offenbar ist die \u00abRundschau\u00bb durch irgendeine Indiskretion in den Besitz der Unterlagen gekommen, auf denen der ganze Beitrag aufgebaut wurde. Dagegen ist nichts einzuwenden. Doch wer gleich so oft betont, er sei \u00abInvestigativ-Reporter\u00bb sollte auch zeigen, dass er der Wahrheit, der ganzen Wahrheit und nichts als der Wahrheit verpflichtet ist.<\/p>\n<p>So stellt sich beispielsweise die naheliegende Frage, wer ein Interesse daran haben k\u00f6nnte, dass die \u00abRundschau\u00bb einen solchen Beitrag fabriziert und publiziert. Glauben die beiden \u00abInvestigativ-Journalistinnen\u00bb, Nadine Woodtli und Nina Blaser, tats\u00e4chlich, jemand habe ihnen die Unterlagen aus reiner N\u00e4chstenliebe zugespielt?<\/p>\n<p>Angesichts der Tatsache, dass sich die \u00abRepublik\u00bb gerade gegen den Vorwurf wehren muss, sie werde von Eurofighter-Lobbyisten Instrumentalisiert ( <a href=\"https:\/\/www.nebelspalter.ch\/ente-die-%C2%ABrepublik%C2%BB-als-sprachrohr-europaeischer-ruestungskonzerne\">https:\/\/www.nebelspalter.ch\/ente-die-%C2%ABrepublik%C2%BB-als-sprachrohr-europaeischer-ruestungskonzerne<\/a> ), sollte auch SRF ein grosses Interesse daran haben, jeden entsprechenden Verdacht im Keim zu ersticken.<\/p>\n<p><strong>Zur Machart<\/strong><\/p>\n<p>Die reisserische Aufmachung bereits zu Beginn des Beitrags offenbart eine politische Absicht. Bild, Ton und Schnitt machen klar: Da soll kein Sachverhalt vermittelt, sondern eine Stimmung vermittelt werden. Das \u00abInvestigativ\u00bb dient lediglich der Tarnung.<\/p>\n<p><em>Es ert\u00f6nt dramatische Musik, und es werden Bilder von F-35 Kampfjets in verschiedenen Situationen gezeigt.<\/em><\/p>\n<p>Dann spricht die Stimme aus dem Off von \u00abunbekannten Kriegsszenarien\u00bb. Das wird nicht substanziiert. Insbesondere wird nicht ausgef\u00fchrt, was unbekannt sein soll. Arbeiten bei SRF tats\u00e4chlich Journalisten, die \u00fcberrascht sind, dass ein Kriegsflugzeug f\u00fcr kriegerische Zwecke eingesetzt wird?<\/p>\n<p>Gegenw\u00e4rtig verf\u00fcgt die Schweizer Luftwaffe \u00fcber F\/A-18 Hornet Kampfjets. Sollte es tats\u00e4chlich so sein, dass die SRF-\u00abInvestigativ-Journalistinnen\u00bb, Nadine Woodtli und Nina Blaser nicht wissen, dass das \u00abF\u00bb f\u00fcr \u00abFight\u00bb und das \u00abA\u00bb f\u00fcr \u00abAttack\u00bb steht, so w\u00e4re das oberpeinlich, und die beiden w\u00e4ren f\u00fcr ihre Aufgabe schlicht nicht qualifiziert. Tatsache ist jedenfalls, dass der Angriff schon bisher zum \u00abProgramm\u00bb unserer Luftwaffe geh\u00f6rte.<\/p>\n<p>Ein \u00abinvestigativ-Journalist\u00bb dem es um die Wahrheitsfindung geht, h\u00e4tte an dieser Stelle abgebrochen, weil schlicht und einfach keine Story vorhanden ist.<\/p>\n<p>Nicht aber SRF! Die sch\u00fcren weiter die Stimmung.<\/p>\n<p>Ein seri\u00f6s wirkender Experte, dessen Name und Funktion den Zuschauern noch vorenthalten wird, sagt:<\/p>\n<blockquote><p>\u00abDas ist meiner Meinung nach ausserordentlich heikel.\u00bb<\/p><\/blockquote>\n<p>Die Zuschauer haben keine Ahnung, worum es geht. Kritisiert er etwa die undichte Stelle im VBS?<\/p>\n<p>Dann wieder die Stimme aus dem Off: \u00abDie Schweiz im Krieg?\u00bb. Worauf eine m\u00fctterliche Viola Amherd versichert, es sei kein Evalutionskriterium gewesen, Berlin zu bombardieren.<\/p>\n<p>Wieder die Stimme aus dem Off: \u00abNicht Berlin bombardieren, aber Ziele im S\u00fcden Deutschland oder in Tschechien.\u00bb<\/p>\n<p>Es wird suggeriert, Frau Amherd habe von der Wahrheit ablenken wollen, die nur dank der unerm\u00fcdlichen Arbeit der \u00abinvestigativ-Journalistinnen Woodtli und Blaser endlich ans Licht kommt. Es wird nicht explizit gesagt, aber beim durchschnittlichen Zuschauer soll der Eindruck entstehen, Frau Amherd habe an einer Medienkonferenz bewusst gelogen. Dass diese Medienkonferenz bereits vor mehr als einem halben Jahr stattfand, und Frau Amherd also genau zu der Frage Stellung nahm, die Gegenstand des zur Debatte stehenden \u00abRundschau\u00bb-Beitrags ist, wird nicht erw\u00e4hnt, da dies den Narrativ von den \u00abunbekannten Kriegsszenarien\u00bb zum Einsturz br\u00e4chte.<\/p>\n<p>Noch mehr Stimmungsmache: Ein weiterer, ebenfalls seri\u00f6s wirkender Experte sagt:<\/p>\n<blockquote><p>\u00abWenn das passiert, dann sind wir im Krieg.\u00bb<\/p><\/blockquote>\n<p>Der Zuschauer hat keine Ahnung, wovon der Mann spricht. Das ist die Absicht der Macher. Das Publikum soll Angst kriegen und denken, im VBS seien Gener\u00e4le vom Typ Jack D. Ripper aus Stanley Kubricks im Film \u00abDr. Seltsam oder: Wie ich lernte, die Bombe zu lieben\u00bb am Werk.<\/p>\n<p>Nur f\u00fcr jene, die Peter Schneider kennen, ist klar, dass dieser genau das Gegenteil von dem meinte, was ihm die \u00abSRF-Investigatoren\u00bb aus dem Zusammenhang gerissen in dem Mund legen. Schneider ist keineswegs der Meinung, dass bereits Planung und Vorbereitung eines Angriffs einen kriegerischen Akt darstellen. Er stellt vielmehr klar, dass im Falle eines Krieges f\u00fcr die Verteidigung auch Pr\u00e4ventivschl\u00e4ge n\u00f6tig sein k\u00f6nnen. Sein Satz \u00abWenn das passiert, dann sind wir im Krieg.\u00bb bedeutet, dass im Ernstfall auf Landesgrenzen keine R\u00fccksicht genommen werden kann.<\/p>\n<p>Dass das sp\u00e4ter im Beitrag \u00abkorrigiert\u00bb wird \u00e4ndert nichts am Umstand, dass zur St\u00fctzung einer These bewusst ein falscher Eindruck vermittelt wurde. Und wir haben es hier mit Profis zu tun, die genau wissen, wie ein Beitrag aufgebaut werden muss, damit bestimmte Botschaften h\u00e4ngen bleiben.<\/p>\n<p>Wie einst Woodward und Bernstein, die machten, was \u00abDeepthroat\u00bb ihnen riet und auftrug, machen sich Woodtli und Blaser ans Werk. Sie schreiten \u00fcber einen Platz und wedeln mit einem M\u00e4ppchen, das Informationen enth\u00e4lt, die geheimer nicht sein k\u00f6nnten. Um die Spuren der Herkunft, also denjenigen, der die beiden \u00abInvestigativ-Journalistinnen\u00bb f\u00fcr seine Zwecke instrumentalisiert, zu sch\u00fctzen kriegen die Zuschauer nur eine angepasste Version zu sehen.<\/p>\n<p>Die beiden Frauen sind sich der Bedeutung ihres Auftrags bewusst. Egal, ob sie aufs SRF-Geb\u00e4ude zuschreiten, auf einem Sofa sitzen, sich ein Sichtm\u00e4ppchen reichen, Lift oder Auto fahren, in den Bildschirm starren oder in die Kamera sprechen. Ihre todernsten Gesichter lassen keinen Zweifel zu: Die Lage ist ernst.<\/p>\n<p>Allerdings muss man immer wieder an den getretenen Quark denken, der breit wird, aber nicht stark.<\/p>\n<p>Es ist schlicht und einfach kein Fleisch am Knochen.<\/p>\n<p><strong>Linker Narrativ<\/strong><\/p>\n<p>Kritik an der Beurteilung der sicherheitspolitischen Lage durch das VBS und den Bundesrat geh\u00f6rt zum Standardrepertoire der Linken. Auch SRF ist dabei regelm\u00e4ssig mit von der Partie:<\/p>\n<p>Am 14. M\u00e4rz 2010 ging es um die Gefahrenkarte von CdA Andr\u00e9 Blattmann: <a href=\"https:\/\/www.srf.ch\/play\/tv\/tagesschau\/video\/aerger-ueber-gefahrenkarte-von-blattmann?urn=urn:srf:video:99bad301-2e00-4ffd-b632-3349944bd77d\">https:\/\/www.srf.ch\/play\/tv\/tagesschau\/video\/aerger-ueber-gefahrenkarte-von-blattmann?urn=urn:srf:video:99bad301-2e00-4ffd-b632-3349944bd77d<\/a><\/p>\n<p>Dass die \u00abInvestigativ-Reporter\u00bb im Beitrag \u00fcber den F-35 von SRF nach identischem Dispositiv verfahren, ist entlarvend. Ginge es ihnen um die Wahrheit, w\u00fcrden sie heute Blattmans Referat analysieren und dabei feststellen, dass er \u00fcber weite Strecken richtig lag.<\/p>\n<p>Die SRF-Vorgabe wurde in der Folge unter anderem von der GSoA dankbar aufgenommen: <a href=\"https:\/\/www.gsoa.ch\/gsoa-erhalt-zusatzliche-bedrohungsszenarien-der-ar\/\">https:\/\/www.gsoa.ch\/gsoa-erhalt-zusatzliche-bedrohungsszenarien-der-ar\/<\/a><\/p>\n<p>Leider ist der verlinkte Tages-Anzeiger-Artikel nicht mehr auffindbar.<\/p>\n<p>Im Tages-Anzeiger vom 15. M\u00e4rz 2010 findet sich allerdings noch folgende Nachricht: \u00abSchweizer Armee wappnet sich f\u00fcr Unruhen in Europa \u2013 Armeechef Andr\u00e9 Blattmann h\u00e4lt offenbar nicht nur Griechenland f\u00fcr eine Gefahr f\u00fcr die Schweiz (TA vom Mittwoch), sondern auch klassische Feriendestinationen wie Frankreich, Italien und Spanien. Jedenfalls finden sich diese L\u00e4nder auf einer Karte mit dem Titel \u00abBedrohungen\/Risiken f\u00fcr die Schweiz\u00bb, die Blattmann bei einer Pr\u00e4sentation vor der Sicherheitspolitischen Kommission des Nationalrats zeigte, wie die Zeitung \u00abSonntag\u00bb berichtete. Kommissionspr\u00e4sident Jakob B\u00fcchler will den Armeechef nun zur Rede stellen, wie er dem Schweizer Fernsehen sagte. (TA)<\/p>\n<p>Die Aargauer Zeitung zum gleichen Thema: https:\/\/www.aargauerzeitung.ch\/schweiz\/nach-italien-schnitzer-armeechef-blattmann-muss-vortraben-ld.2010036<\/p>\n<p>https:\/\/www.luzernerzeitung.ch\/verschiedenes\/armee-rustet-sich-fur-unruhen-in-europa-ld.1618759<\/p>\n<p>Am 10. Oktober 2012 legte die GSoA nach: <a href=\"https:\/\/www.gsoa.ch\/armee-ruestet-sich-fuer-unruhen-europa\/\">https:\/\/www.gsoa.ch\/armee-ruestet-sich-fuer-unruhen-europa\/<\/a><\/p>\n<p>Es ist festzustellen, dass es die Linke und ihre Helfer sind, die hier ein Feindbild pflegen, indem sie dem VBS ihrerseits immer wieder vorwerfen, Feinbilder zu pflegen. Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang, dass es nicht darauf ankommt, was der Inhalt der VBS-Studien ist: Richten sie das Augenmerk auf westliche Nachbarn, wird das kritisiert, blicken sie \u2013 ohne Nennung konkreter Staaten! \u2013 nach Osten, werden sie daf\u00fcr kritisiert; nota bene von den gleichen Medien, die nicht m\u00fcde werden, \u00abPutins Russland\u00bb als grosse Bedrohung zu kolportieren.<\/p>\n<p><strong>Manipulation des Materials<\/strong><\/p>\n<p>Fakten und Dokumente so zu ver\u00e4ndern, dass sie die eigenen Thesen st\u00fctzen, ist ein Akt der Manipulation und verst\u00f6sst auch gegen Artikel 1 der Erkl\u00e4rungen im Journalistenkodex des Presserats: [Journalisten] \u00abhalten sich an die Wahrheit ohne R\u00fccksicht auf die sich daraus f\u00fcr sie ergebenden Folgen und lassen sich vom Recht der \u00d6ffentlichkeit leiten, die Wahrheit zu erfahren.\u00bb<\/p>\n<p>F\u00fcr Journalisten, die sich mit dem Pr\u00e4dikat \u00abinvestigativ\u00bb schm\u00fccken sind diesbez\u00fcglich besonders hohe Anforderungen zu stellen. Diesen ist die \u00abRundschau\u00bb nicht gerecht geworden.<\/p>\n<p>In weiser Voraussicht arbeiteten die VBS-Verantwortlichen mit Karten, auf denen ausser der schweizerischen keine Staatsgrenzen eingezeichnet sind. Aufgrund einschl\u00e4giger Erfahrungen mussten sie davon ausgehen, dass ihre Absicht verdreht wiedergegeben wird \u2013 was durch SRF ja auch geschehen ist: Dem Publikum wurde nicht die Karte gezeigt, die das VBS in seiner Ausschreibung verwendete.<\/p>\n<p><strong>Investigativ vs. deskriptiv<\/strong><\/p>\n<p>Die Einf\u00fchrung der Kategorie \u00abInvestigativ\u00bb ist nicht nur l\u00e4cherlich sondern auch sch\u00e4dlich, weil sie zwei Kategorien von Journalisten schafft, von denen offenbar nur die eine wirklich der Wahrheitsfindung verpflichtet ist, w\u00e4hrend die andere f\u00fcr das Deskriptive zust\u00e4ndig ist.<\/p>\n<p>Dieser Tweet gibt Einblick in die bei \u00abSRF-Investigativ\u00bb offenbar herrschende Denkweise:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.zanetti.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Pfister-SRF.jpg?ssl=1\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-495081\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.zanetti.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Pfister-SRF.jpg?resize=300%2C204&#038;ssl=1\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"204\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.zanetti.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Pfister-SRF.jpg?resize=300%2C204&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www.zanetti.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Pfister-SRF.jpg?w=729&amp;ssl=1 729w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/twitter.com\/SRFinvestigativ\/status\/1489576205305229313?s=20&amp;t=1GLf6bd2Z9ibz3G73sTN5A\">https:\/\/twitter.com\/SRFinvestigativ\/status\/1489576205305229313?s=20&amp;t=1GLf6bd2Z9ibz3G73sTN5A<\/a><\/p>\n<p>Der Satz \u00abDer Beitrag war ausgewogen, die Kampfjetbef\u00fcrworter in der Mehrheit.\u00bb ist idiotisch. Wenn eine Seite in der Mehrheit ist, kann der Beitrag nicht ausgewogen sein.<\/p>\n<p>Die Ausgewogenheit ist hier nicht einmal das Hauptproblem. Diese ist vor allem dann wichtig, wenn \u00fcber einen strittigen Sachverhalt berichtet wird. Wenn A und B eine Sache unterschiedlich beurteilen, sollen beide Standpunkte angemessen und gleichberechtigt kolportiert werden.<\/p>\n<p>Anders verh\u00e4lt es sich jedoch, wenn \u00abInvestigativ-Reporter\u00bb einer bestimmten These nachgehen, was vollkommen legitim ist. In diesem Fall geht es einzig und allein um Verifikation und Falsifikation. Das ist es, was die \u00abInvestigativ-Recherche\u00bb von der \u00abDeskriptiv-Recherche\u00bb abhebt. Nur die Wahrheit z\u00e4hlt. Dementsprechend hoch sind die Anspr\u00fcche an die intellektuelle Redlichkeit.<\/p>\n<p>Es ist darum sogar unerheblich, was Parteienvertreter zu sagen haben. Erst recht spielt das Zahlenverh\u00e4ltnis keine Rolle. Die Wahrheit ist ein Wert per se und l\u00e4sst sich nicht demokratisch ermitteln.<\/p>\n<p>Die \u00abRundschau\u00bb stellt folgende Vorw\u00fcrfe in den Raum:<\/p>\n<ol>\n<li>Das VBS arbeitet mit geheimen Kriegsszenarien.<\/li>\n<li>Das VBS verletzt die Pflicht zur Neutralit\u00e4t, indem es Luftangriffe auf ausl\u00e4ndischem Territorium nicht nur in Betracht zieht, sondern die Bef\u00e4higung zum Evaluationskriterium erhebt.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Beide Vorw\u00fcrfe halten der \u00dcberpr\u00fcfung nicht stand:<\/p>\n<p>Nur weil das VBS keine Anzeigenkampagne \u00fcber im Kriegsfall m\u00f6gliche Pr\u00e4ventivschl\u00e4ge f\u00fchrt, heisst das nicht, dass irgendwelche Geheimniskr\u00e4merei betrieben w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Es ergibt sich aus der Natur des Verteidigungsauftrags der Armee, dass auch Angriffe ausserhalb des schweizerischen Territoriums in Betracht kommen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Auch wenn unsicher ist, ob das ber\u00fchmte Zitat \u00abAngriff ist die beste Verteidigung\u00bb tats\u00e4chlich von Carl von Clausewitz stammt, ist seine Richtigkeit jedem Schulkind einsichtig. Folgerichtig planen auch die Experten der Schweizer Armee \u2013 anhand fiktiver Szenarien! \u2013 Pr\u00e4ventivschl\u00e4ge auf Regionen im Ausland, von denen im Kriegsfall ein Angriff ausgehen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>W\u00fcrde die Armeef\u00fchrung keine solchen Szenarien durchdenken und ihre Beschaffungspolitik darauf ausrichten, w\u00fcrde sie ihren Auftrag nicht erf\u00fcllen und m\u00fcsste abgesetzt werden.<\/p>\n<p>Mit freundlichen Gr\u00fcssen<\/p>\n<p>Claudio Zanetti<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n\n<div class=\"twitter-share\"><a href=\"https:\/\/twitter.com\/intent\/tweet?via=zac1967\" class=\"twitter-share-button\" data-size=\"large\">Twittern<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sehr geehrte Damen und Herren, Liebe Esther Gest\u00fctzt auf Artikel 4 und 5 RVG beanstande ich eine Verletzung des Sachgerechtigkeitsgebots durch Fernsehen SRF. Es geht um folgende Sendung: \u00abRundschau\u00bb vom 2. 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