{"id":495155,"date":"2022-11-10T10:46:58","date_gmt":"2022-11-10T09:46:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.zanetti.ch\/?p=495155"},"modified":"2022-11-10T10:47:46","modified_gmt":"2022-11-10T09:47:46","slug":"ja-zur-schweiz-denkanstoss-zur-erneuerung-des-bundesbriefs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zanetti.ch\/?p=495155","title":{"rendered":"Ja zur Schweiz &#8211; Denkanstoss zur Erneuerung des Bundesbriefs"},"content":{"rendered":"<h1><strong>Ja zur eigenst\u00e4ndigen Schweiz<\/strong><\/h1>\n<p>Freiheit und Unabh\u00e4ngigkeit entfalten sich dann, wenn freie, selbstbewusste, eigenst\u00e4ndige Schweizerinnen und Schweizer im Bewusstsein der die schweizerische Staatsordnung tragenden christlichen Werte aus eigener, frei gew\u00e4hlter Verantwortung unabl\u00e4ssig f\u00fcr die Eigenst\u00e4ndigkeit ihres Landes eintreten.<\/p>\n<ul>\n<li>Die Schweiz f\u00f6rdert die Freiheit durch demokratische Struktur.<\/li>\n<li>Die Schweiz f\u00f6rdert den Frieden durch f\u00f6deralistische Eigenst\u00e4ndigkeit.<\/li>\n<li>Die Schweiz st\u00e4rkt ihre Unabh\u00e4ngigkeit durch in der Freiheit gegr\u00fcndete Zuversicht.<\/li>\n<\/ul>\n<p><!--more--><\/p>\n<h1><strong>Ja zur Eigenverantwortung und zum pers\u00f6nlichen Engagement <\/strong><\/h1>\n<p>In der Schweiz hat die Gesetzesdichte in unertr\u00e4glichem Mass zugenommen. Reglementierung, Normierung und ausufernde Legiferierung ersticken die pers\u00f6nliche Freiheit des Einzelnen und gef\u00e4hrden den Grundsatz der Eigenverantwortung. Die Macht der Verwaltung nimmt zu und schw\u00e4cht die politische F\u00fchrung. Das zu fr\u00fche Streben nach Mehrheiten f\u00fchrt zu voreiligen, schwachen Kompromissen.<\/p>\n<p>Gefordert sind die Eingrenzung und Reduktion der Gesetzesflut, der Abbau der Reglementierung und Normierung und die Disziplinierung und Entpolitisierung der Verwaltung.<\/p>\n<p>Erforderlich ist eine vollumf\u00e4nglich beseelte Haltung f\u00fcr Freiheit und Eigenst\u00e4ndigkeit unseres Landes.<\/p>\n<p>In der Schweiz ist Leistung wieder st\u00e4rker zu f\u00f6rdern. Leistung muss positiv bewertet und belohnt werden.<br \/>\nLeistung darf nicht bestraft werden. Dies gilt f\u00fcr Leistungen auf allen Stufen. Notwendig ist Leistungsbereitschaft.<br \/>\nUnabdingbar sind Vorbilder f\u00fcr die Leistung.<\/p>\n<p>Wer, auf welcher Stufe auch immer, Leistung erbringt, ist positives Vorbild f\u00fcr Jugend und Gesellschaft.<\/p>\n<blockquote><p><strong>Ja zur Eigenverantwortung und zum pers\u00f6nlichen Engagement <\/strong><\/p><\/blockquote>\n<ul>\n<li>weil gelebte Eigenverantwortung jedem Einzelnen inneren Halt zum Wohle des Ganzen gibt.<\/li>\n<li>weil das Mittragen von Verantwortung im Staat die Heimat lebenswert macht.<\/li>\n<li>weil gelebte Eigenverantwortung Freiheit erm\u00f6glicht und unb\u00fcrokratische Hilfe an Not leidende Mitmenschen gew\u00e4hrleistet.<\/li>\n<\/ul>\n<h1><strong>Ja zur pers\u00f6nlichen Freiheit<\/strong><\/h1>\n<p>Der Staat muss die pers\u00f6nliche Freiheit sch\u00fctzen, er darf sie nicht gef\u00e4hrden. Jeder Einzelne tr\u00e4gt f\u00fcr sich selber Verantwortung. Wo unverschuldete Not besteht, ist zielgerichtet, unb\u00fcrokratisch und rasch zu helfen. Der Wohlfahrtsstaat ist zu bek\u00e4mpfen. Freiheit bedeutet auch Verantwortung und Pflichterf\u00fcllung, Freiheit ist auch Dienst an der Gemeinschaft. Wenn die Schweiz als souver\u00e4ne Willensnation bestehen will, dann ist sie auf Frauen und M\u00e4nner angewiesen, die bereit sind, sich selbstlos f\u00fcr das Land und seine Eigenst\u00e4ndigkeit einzusetzen. Von grosser Bedeutung ist das pers\u00f6nliche Engagement jedes Einzelnen.<\/p>\n<p>Die Bedeutung der Sozialwerke wird anerkannt, solange diese richtig eingesetzt werden. Die Sozialwerke dienen der Linderung von Not und Armut. Sie d\u00fcrfen aber keine Instrumente der Umverteilung sein. \u00dcbertriebene Umverteilung f\u00fchrt zu Unm\u00fcndigkeit und gef\u00e4hrdet die Innovationskraft.<\/p>\n<p>Der Gruppenzwang bei Jugendlichen (zum Rauchen, Kiffen, Alkohol) ist zu bek\u00e4mpfen. Die Eltern haben ihren Erziehungsauftrag wahrzunehmen. Die Schule muss auf Leistung ausgerichtet sein. F\u00f6deralistische, dezentrale Verantwortungsbereiche schaffen in \u00fcberschaubarem Rahmen die Voraussetzungen f\u00fcr pers\u00f6nliche Freiheit und Eigenverantwortung. Auch Verschiedenheit macht frei; die verschiedenen Kulturen, Sprachen und Eigenheiten in der Eidgenossenschaft sind zu respektieren. Die unternehmerische Innovation ist zu st\u00e4rken. Pers\u00f6nliche Freiheit st\u00e4rkt die unternehmerische Innovation.<\/p>\n<p>Die Freiheit ist nicht schrankenlos. Sie findet dort ihre Grenzen, wo die Freiheit des Einzelnen die Freiheit des andern tangiert.<\/p>\n<blockquote><p><strong>Ja zur pers\u00f6nlichen Freiheit <\/strong><\/p><\/blockquote>\n<ul>\n<li>weil dort, wo Freiheit garantiert ist, Kollektivismus und Totalitarismus keine Chance haben.<\/li>\n<li>weil das freie Verf\u00fcgen \u00fcber Eigentum pers\u00f6nliche Selbstentfaltung beg\u00fcnstigt und damit dem Fortkommen der Schweiz dient.<\/li>\n<li>weil der Respekt vor der pers\u00f6nlichen Freiheit lebendiges Unternehmertum befruchtet und weil das stete Ringen um Freiheit das schweizerische Unternehmertum st\u00e4rkt.<\/li>\n<li>weil die selbst\u00e4ndige, von jedem Einzelnen selbstverantwortete Lebenshaltung die Gesellschaft bereichert, die Familie pflegt und berufliches Fortkommen beg\u00fcnstigt.<\/li>\n<li>weil bewusst genutzte Freiheit auch die Freiheit jedes andern achtet.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Ja zu Eigenst\u00e4ndigkeit, Unabh\u00e4ngigkeit und Neutralit\u00e4t <\/strong><\/p>\n<p>Die Neutralit\u00e4t ist die unabdingbare Voraussetzung f\u00fcr Eigenst\u00e4ndigkeit und Unabh\u00e4ngigkeit der Schweiz. Sie ist im Volk nach wie vor stark verankert und muss wieder vermehrt ins Bewusstsein gerufen werden. Es besteht aber eine schleichende Gef\u00e4hrdung vor allem durch aktivistische aussenpolitische Aktivit\u00e4ten. Die Gefahr ist nicht zu \u00fcbersehen, dass die Neutralit\u00e4t verwaschen wird. Es wird versucht, die \u00f6ffentliche Debatte zu vermeiden, weil die Neutralit\u00e4t bei den Stimmb\u00fcrgern gut verwurzelt ist und die Verfolgung von Zielen der politischen F\u00fchrung st\u00f6ren k\u00f6nnte.<\/p>\n<p><strong>Die Neutralit\u00e4t ist in der Bundesverfassung zu verankern.<\/strong><\/p>\n<p>Die Parteien m\u00fcssen sich in aller Klarheit f\u00fcr die Neutralit\u00e4t aussprechen. Es ist dar\u00fcber zu wachen, dass die Neutralit\u00e4t nicht schleichend ausgeh\u00f6hlt wird. Die Neutralit\u00e4t ist mit einem Beitritt zur Europ\u00e4ischen Union oder zum Nordatlantikpakt unvereinbar. Sie ist einer der politischen Hauptgr\u00fcnde daf\u00fcr, dass die Schweiz der EU nicht beitreten kann, solange die Union eine gemeinsame Aussenund Sicherheitspolitik anstrebt und die Gleichschaltung sucht; und sie ist ganz entscheidend daf\u00fcr verantwortlich, dass die Schweiz der NATO nicht beitreten kann, in deren Charta der Artikel V alle Mitglieder zur milit\u00e4rischen Hilfeleistung f\u00fcr den Fall verpflichtet, dass ein Mitgliedstaat angegriffen wird. Neutralit\u00e4t und NATO-Mitgliedschaft sind miteinander absolut unvereinbar.<\/p>\n<blockquote><p><strong>Ja zu Eigenst\u00e4ndigkeit, Unabh\u00e4ngigkeit und Neutralit\u00e4t <\/strong><\/p><\/blockquote>\n<ul>\n<li>weil allein eine konsequente Politik der immerw\u00e4hrenden, bewaffneten, in eigener Freiheit ausgestalteten Neutralit\u00e4t die Schweiz davor bewahrt, in internationale Konflikte und fremde H\u00e4ndel hineingezogen zu werden.<\/li>\n<li>weil nur ein unabh\u00e4ngiger, nicht in internationale B\u00fcndnisse eingebundener Staat seinen B\u00fcrgern ein H\u00f6chstmass an pers\u00f6nlicher Freiheit gew\u00e4hren, Freundschaft mit allen andern Staaten pflegen, allen Menschen der Welt gegen\u00fcber Achtung zollen und gleichzeitig Selbstachtung pflegen und Selbstbestimmung garantieren kann.<\/li>\n<li>weil lebendige Eigenst\u00e4ndigkeit geachtet wird, womit die Schweiz an Wertsch\u00e4tzung gewinnt.<\/li>\n<\/ul>\n<h1><strong>Ja zur direkten Demokratie<\/strong><\/h1>\n<p>Die direkte Demokratie gew\u00e4hrleistet das Entscheidungsrecht des Volkes. Sie ist die Staatsform, die dem Staatsb\u00fcrger massgeblichen Einfluss auf das politische Geschehen garantiert.<\/p>\n<p>In der schweizerischen Wirklichkeit bestehen f\u00fcr die direkte Demokratie Gefahren. Die Verwaltung tendiert dazu, die Demokratie zu unterlaufen. \u00dcberbordende Reglementierung h\u00f6hlt die Demokratie aus. Die gr\u00f6sste Gefahr f\u00fcr die direkte Demokratie besteht in der internationalen Einbindung. Die Unvereinbarkeit von direkter Demokratie und kollektiven supranationalen Verpflichtungen ist einer der politischen Hauptgr\u00fcnde daf\u00fcr, dass die Schweiz der Europ\u00e4ischen Union nicht beitreten kann. Unannehmbar ist die massive Subvention von Nichtregierungsorganisationen (NGO), die ihre eigene Politik betreiben. Besonders stossend ist das im Fl\u00fcchtlingswesen. Erhebliche Gefahren f\u00fcr die Demokratie stellt in seiner heutigen Form das Verbandsbeschwerderecht dar. So wie es jetzt als politische Waffe eingesetzt und missbraucht wird, schaltet das Verbandsbeschwerderecht die Demokratie aus. Zwischen einzelnen Umweltschutzverb\u00e4nden und Teilen der Verwaltung besteht ein undemokratischer Filz.<\/p>\n<p>Was nach den Regeln der Demokratie vom Souver\u00e4n beschlossen wurde, darf durch Funktion\u00e4re und Juristen weder \u00fcbergangen noch ausgehebelt werden.<\/p>\n<p>Der Einfluss von einzelnen Umweltschutzverb\u00e4nden und Nichtregierungsorganisationen ist drastisch einzugrenzen.<\/p>\n<p>Auch die enorme Verschuldung der \u00f6ffentlichen Hand l\u00e4hmt die Handlungsf\u00e4higkeit und damit die direkte Demokratie. Die Bundesund Kantonsfinanzen sind zu sanieren. Der Weg dazu f\u00fchrt \u00fcber ein starkes, verantwortungsbewusstes, innovatives Unternehmertum.<\/p>\n<blockquote><p><strong>Ja zur direkten Demokratie <\/strong><\/p><\/blockquote>\n<ul>\n<li>weil die direkte Demokratie jene Staatsform ist, die Chancengleichheit am vollkommensten garantiert.<\/li>\n<li>weil allein die direkte Demokratie den Staatsb\u00fcrgern massgeblichen Einfluss auf das politische Geschehen garantiert und damit jedem Einzelnen Freiheit und umfassende Mitwirkung und Mitbestimmung im Staat gew\u00e4hrleistet, womit dem Staat Respekt und Achtung aller gesichert wird.<\/li>\n<li>weil der Staat Freiheit und Unabh\u00e4ngigkeit nur bewahren kann, wenn seine B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger frei und mitverantwortlich den Staat gestalten.<\/li>\n<li>weil der B\u00fcrger nur frei ist, wenn er \u00fcber H\u00f6he und Verwendung der dem Staat an Steuern und Abgaben abgelieferten Gelder mitentscheiden kann.<\/li>\n<li>weil die direkte Demokratie den wirksamsten Schutz vor kollektivistischen Gel\u00fcsten und Machtmissbrauch bietet.<\/li>\n<\/ul>\n<h1><strong>Ja zum F\u00f6deralismus <\/strong><\/h1>\n<p>Der F\u00f6deralismus tr\u00e4gt entscheidend dazu bei, dass die Innovationskraft wahrgenommen wird. Er sorgt daf\u00fcr, dass die politische Macht dezentralisiert, demokratisch eingegrenzt und \u00fcberschaubar gestaltet wird. Was die untere Stufe als Aufgabe erf\u00fcllen kann, wird von ihr erf\u00fcllt.<\/p>\n<p>Der F\u00f6deralismus ist als Prinzip unbestritten. Er darf aber nicht Vorwand sein f\u00fcr Reformverweigerung. Die Machtverteilung hat sich ver\u00e4ndert. Der F\u00f6deralismus braucht eindeutiger umrissene, demokratisch st\u00e4rker abgest\u00fctzte Strukturen, als sie jetzt vorhanden sind. N\u00f6tig sind klar definierte Regeln.<\/p>\n<p>Zum F\u00f6deralismus geh\u00f6rt der Wettbewerb unter den Kantonen. Das Streben nach einer Harmonisierung, die den Wettbewerb unterdr\u00fcckt, ist zu bek\u00e4mpfen. Unterlaufen wird der F\u00f6deralismus gegenw\u00e4rtig im F\u00fcrsorgewesen. Die Verantwortung f\u00fcr die F\u00fcrsorge ist konsequent auf die Gemeinden zur\u00fcckzuf\u00fchren, die den \u00dcberblick besitzen und Missbr\u00e4uche im Ansatz erkennen und unterbinden.<\/p>\n<p>Unstatthaft sind die Eingriffe der Gerichte in die Volksrechte. Fehlentscheide des Bundesgerichts in der B\u00fcrgerrechtsfrage f\u00fchren zu einer verfahrenen Situation, die das Vertrauen der B\u00fcrger in den Staat und in die direkte Demokratie ersch\u00fcttert. Die Gemeinden m\u00fcssen bestimmen k\u00f6nnen, wie sie das B\u00fcrgerrechtswesen handhaben. Gegen demokratisch gef\u00e4llte Entscheide darf es kein Rekursrecht geben.<\/p>\n<p>Der F\u00f6deralismus f\u00f6rdert die Sparsamkeit, die Gestaltungskraft, das Verantwortungsbewusstsein und den Ideenreichtum.<\/p>\n<blockquote><p><strong>Ja zum F\u00f6deralismus <\/strong><\/p><\/blockquote>\n<ul>\n<li>weil ein von unten nach oben aufgebauter Staat maximale Mitsprache des Einzelnen sichert.<\/li>\n<li>weil freie Mitbestimmung des Einzelnen nur garantiert ist, wo die politische Macht dezentralisiert, demokratisch eingegrenzt und \u00fcberschaubar ist.<\/li>\n<li>weil der f\u00f6deralistische Staatsaufbau die beste Voraussetzung f\u00fcr einen gesunden Staatshaushalt und f\u00fcr die Gleichheit aller B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger bietet.<\/li>\n<li>weil politische Entscheide dort, wo sie von den unmittelbar Betroffenen gef\u00e4llt werden, am sachgerechtesten ausfallen.<\/li>\n<li>weil das Prinzip \u00abWer zahlt, befiehlt\u00bb und \u00abWer befiehlt, zahlt\u00bb die Verantwortlichkeit f\u00fcr Staatsaufgaben am wirkungsvollsten zum Ausdruck bringt.<\/li>\n<\/ul>\n<h1><strong>Ja zu einer eigenst\u00e4ndigen Verteidigung mit einer Milizarmee <\/strong><\/h1>\n<p>Eine vorrangige Aufgabe des Staates ist die Bewahrung der inneren und \u00e4usseren Sicherheit. Sicherheit weist in der Bev\u00f6lkerung einen hohen Stellenwert auf. Die Armee ist und bleibt das wichtigste Instrument zur Wahrung der \u00e4usseren Sicherheit.<\/p>\n<p>Die Milizidee bleibt im Volk verankert, das aus staatspolitischen und finanziellen Gr\u00fcnden kein stehendes Heer, keine Berufsarmee, keinen Staat im Staat will.<\/p>\n<p>Zur Miliz ist Sorge zu tragen. Ans\u00e4tze, die zur schleichenden Aush\u00f6hlung der Miliz und in Richtung Berufsarmee f\u00fchren, sind zu unterbinden. Die Miliz muss in Ausbildung und Einsatz die tragende Rolle einnehmen.<\/p>\n<p>Eine eigenst\u00e4ndige Armee, die f\u00fcr den Verteidigungsauftrag vorbereitet ist, bleibt ein Grundpfeiler f\u00fcr die Souver\u00e4nit\u00e4t der Schweiz. Die Armee ist in Ausbildung, R\u00fcstung und Einsatz auf einem hohen, glaubw\u00fcrdigen Stand zu halten. Daf\u00fcr braucht sie eine ausreichende finanzielle Ausstattung. Das Parlament und die Parteien m\u00fcssen sich wieder vermehrt f\u00fcr die Landesverteidigung einsetzen. In der ausserordentlichen Lage \u00fcbernimmt die Armee auch zur Wahrung der inneren Sicherheit gewichtige Aufgaben.<\/p>\n<p>An der allgemeinen Wehrpflicht ist festzuhalten.<\/p>\n<blockquote><p><strong>Ja zu einer eigenst\u00e4ndigen Verteidigung mit einer Milizarmee <\/strong><\/p><\/blockquote>\n<ul>\n<li>weil sich in einem Staat, der Sicherheit nicht gew\u00e4hrleisten kann, weder Freiheit noch Unternehmertum entfalten k\u00f6nnen.<\/li>\n<li>weil nur ein Staat, der seine eigene Sicherheit zu garantieren in der Lage ist, jeder Form politischer Aggression oder wirtschaftlicher Erpressung wirksam entgegentreten kann.<\/li>\n<li>weil eine eigenst\u00e4ndige, zeitgem\u00e4ss ausgebildete und ausger\u00fcstete Milizarmee die innere und \u00e4ussere Sicherheit der Schweiz sowohl vor konventioneller als auch terroristischer Gewalt am ehesten gew\u00e4hrleisten kann.<\/li>\n<li>weil die Milizarmee unverzichtbare M\u00f6glichkeiten der Pers\u00f6nlichkeitsbildung bietet.<\/li>\n<\/ul>\n<h1><strong>Ja zu einer eigenst\u00e4ndigen Rechtsordnung <\/strong><\/h1>\n<p>Der Druck auf die Eigenverantwortung, auf die pers\u00f6nliche Freiheit und auf die wirtschaftlichen Freir\u00e4ume durch die zunehmende Regelungsdichte ist zu bek\u00e4mpfen. Die ausufernde Detaillierung der Rechtsordnung darf die Verantwortung und die Freiheit des Einzelnen und die liberale Wirtschaftsordnung nicht einengen. Das internationale Recht ist kritisch auf die Vereinbarkeit mit dem Schweizer Recht zu pr\u00fcfen, bevor es \u00fcbernommen wird.<\/p>\n<p>Der Automatismus in der \u00dcbernahme von internationalem Recht ist zu durchbrechen.<\/p>\n<p>Der Missbrauch des Rechtsstaates ist zu bek\u00e4mpfen. Der Rechtsstaat darf nicht zum Rechtsmittelstaat verkommen. Das exzessive Beschwerdewesen f\u00fchrt zu Missbrauch und Korruption.<\/p>\n<blockquote><p><strong>Ja zu einer eigenst\u00e4ndigen Rechtsordnung <\/strong><\/p><\/blockquote>\n<ul>\n<li>weil das Recht dort, wo es von jedem Einzelnen mitgestaltet werden kann, auch beachtet und geachtet wird.<\/li>\n<li>weil nur der Souver\u00e4n die Gleichheit aller vor dem Gesetz dauerhaft sichern kann.<\/li>\n<li>weil nur eine eigenst\u00e4ndige, vom Souver\u00e4n beschlossene Rechtsordnung die Schweiz und ihre B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger vor fremden Richtern bewahren kann.<\/li>\n<li>weil nur eine vom Souver\u00e4n getragene Rechtsordnung den Schutz und die Achtung von Leben und Eigentum garantieren kann.<\/li>\n<li>weil unsere eigenst\u00e4ndige Rechtsordnung jedem Einzelnen rechtliches Geh\u00f6r sichert und mit dem staatlichen Gewaltmonopol Anarchie und Gewalt verhindert.<\/li>\n<\/ul>\n<h1><strong>Ja zu einer freiheitlichen Wirtschaftsordnung <\/strong><\/h1>\n<p>Eine freiheitliche Wirtschaftsordnung gew\u00e4hrleistet den Wohlstand in der Schweiz und die Konkurrenzf\u00e4higkeit von Schweizer Unternehmen auf dem Weltmarkt. F\u00fcr die Schweizer Wirtschaft sind konsequent Freir\u00e4ume zu schaffen. F\u00fcr den Erfolg der unternehmerischen T\u00e4tigkeit sind die Zur\u00fcckhaltung in der Reglementierung und eine niedrige Besteuerung unumg\u00e4nglich. Die Unternehmenssteuern sind tief zu halten. Der administrative Aufwand muss abgebaut und auf ein Mindestmass reduziert werden. Der Arbeitsmarkt ist flexibel zu gestalten, gesetzliche Mindestl\u00f6hne sind kontraproduktiv.<\/p>\n<p>Die Staatsquote ist zu senken.<\/p>\n<p>Der Staat soll ordnen, nicht die Leistung hemmen und blockieren. Er muss f\u00fcr die Wirtschaft fortschrittliche Rahmenbedingungen schaffen. Dies betrifft den Abbau der B\u00fcrokratie, g\u00fcnstige Steuern und die W\u00e4hrungs- und Geldpolitik.<\/p>\n<p>Die Schweiz muss in der Bildung &#8211; insbesondere in der Fachausbildung &#8211; und in der Forschung einen Spitzenplatz einnehmen. In der Bildung ist auf allen Stufen ein hoher Stand zu halten und auszubauen. Ein grosser Stellenwert ist der betrieblichen Ausbildung beizumessen.<\/p>\n<p>Durch ihre ethische Grundhaltung und korrektes Handeln schaffen die Unternehmer Vertrauen. Die Wirtschaft braucht ein ethisches Fundament. Die Schweizer Wirtschaft ist angewiesen auf umfassende Sicherheit. Fundamental zur Sicherheit geh\u00f6rt die Rechtssicherheit.<\/p>\n<blockquote><p><strong>Ja zu einer freiheitlichen Wirtschaftsordnung <\/strong><\/p><\/blockquote>\n<ul>\n<li>weil die freiheitliche Wirtschaftsordnung jede Initiative zur Gr\u00fcndung und Entfaltung eigenst\u00e4ndiger Existenzen beg\u00fcnstigt und damit Wohlstand mit Vollbesch\u00e4ftigung erm\u00f6glicht.<\/li>\n<li>weil nur eine freiheitliche Wirtschaftsordnung jene Leistungsf\u00e4higkeit zu wecken vermag, die unserem Land das Bestehen im internationalen Wettbewerb sichert.<\/li>\n<li>weil nur eine freiheitliche Wirtschaftsordnung dem Unternehmer jene Freiheit sichert, die erfolgreiches unternehmerisches Wirken erm\u00f6glicht.<\/li>\n<li>weil die freiheitliche Wirtschaftsordnung dem Einzelnen freie, vom Staat nicht beaufsichtigte Verf\u00fcgung \u00fcber ehrlich erworbenes Eigentum gew\u00e4hrleistet und Leistung belohnt.<\/li>\n<li>weil nur ein gesunder, schuldenfreier Staat dem Einzelnen Raum zur Selbstentfaltung gew\u00e4hrt.<\/li>\n<li>weil lebendiges Unternehmertum und ethische Grundhaltung untrennbar miteinander verbunden sind.<\/li>\n<\/ul>\n<h1><strong>Der Sonderfall Schweiz <\/strong><\/h1>\n<p>Die Schweiz, die ihren B\u00fcrgern ein H\u00f6chstmass an Freiheit und politischer Mitbestimmung einr\u00e4umt, die mit ihrer freiheitlichen Staatsordnung unserem Land einen Spitzenplatz in der Weltwirtschaft gesichert hat, ruht auf drei S\u00e4ulen:<\/p>\n<ul>\n<li>direkte Demokratie<\/li>\n<li>F\u00f6deralismus<\/li>\n<li>freiheitliche Wirtschaftsordnung<\/li>\n<\/ul>\n<p>Der direkten Demokratie verdankt sie die Souver\u00e4nit\u00e4t des B\u00fcrgers, der wie kein anderer auf dieser Welt Mitverantwortung im Staat \u00fcbernimmt. Damit ist das Gedeihen des Landes nicht von sich zu Machtapparaten entwickelnden B\u00fcrokratien abh\u00e4ngig. Dem F\u00f6deralismus verdankt sie einen Staatsaufbau mit dezentralisierten Verantwortungsbereichen, die keine \u00fcberm\u00e4chtige Zentralmacht entstehen lassen.<\/p>\n<blockquote><p>Die freiheitliche Wirtschaftsordnung gestattet jedem Einzelnen wirtschaftliche Entfaltung und verhindert das Entstehen machtgieriger Wirtschaftsb\u00fcrokratien.<\/p><\/blockquote>\n<p>Freiheit entsteht und entfaltet sich dort, wo Machtkonzentration verhindert werden kann, Machtaus\u00fcbung folglich dezentralisiert wird. Ein unabh\u00e4ngiger Staat, dem die Dezentralisierung der Macht gelingt, ist nicht nur ein freiheitlicher Staat, er tr\u00e4gt, weil von dezentralisierter Macht nie Aggression ausgeht, entscheidend zum Frieden in der Welt bei.<\/p>\n<p>__________<\/p>\n<p>Die vorliegende Schrift ist ein Ergebnis der Gespr\u00e4chsreihe <em>\u00abJa zur eigenst\u00e4ndigen Schweiz\u00bb<\/em>, die in den Jahren 2003 bis 2005 im Lilienberg Unternehmerforum stattgefunden hat.<\/p>\n<p>Die Grundlagen waren in einem kleinen Kreis von erfahrenen und jungen Staatsb\u00fcrgern schon vom Jahr 1999 angelegt worden. Vertieft wurden die Gedanken im August 2005 in einem Unternehmerischen Gespr\u00e4ch im Lilienberg. F\u00fcr die Beteiligten war die Erarbeitung dieser Schrift ein ausserordentliches Erlebnis.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n\n<div class=\"twitter-share\"><a href=\"https:\/\/twitter.com\/intent\/tweet?via=zac1967\" class=\"twitter-share-button\" data-size=\"large\">Twittern<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ja zur eigenst\u00e4ndigen Schweiz Freiheit und Unabh\u00e4ngigkeit entfalten sich dann, wenn freie, selbstbewusste, eigenst\u00e4ndige Schweizerinnen und Schweizer im Bewusstsein der die schweizerische Staatsordnung tragenden christlichen Werte aus eigener, frei gew\u00e4hlter Verantwortung unabl\u00e4ssig f\u00fcr die Eigenst\u00e4ndigkeit ihres Landes eintreten. Die Schweiz f\u00f6rdert die Freiheit durch demokratische Struktur. Die Schweiz f\u00f6rdert den Frieden durch f\u00f6deralistische Eigenst\u00e4ndigkeit. 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