{"id":51,"date":"2009-05-06T09:04:10","date_gmt":"2009-05-06T07:04:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.blog.zanetti.ch\/?p=51"},"modified":"2009-05-06T09:04:10","modified_gmt":"2009-05-06T07:04:10","slug":"hilfe-wir-verdummen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zanetti.ch\/?p=51","title":{"rendered":"Hilfe, wir verdummen!"},"content":{"rendered":"<p><meta http-equiv=\"Content-Type\" content=\"text\/html; charset=utf-8\" \/><meta name=\"ProgId\" content=\"Word.Document\" \/><meta name=\"Generator\" content=\"Microsoft Word 10\" \/><meta name=\"Originator\" content=\"Microsoft Word 10\" \/>\n<link href=\"file:\/\/\/C:%5CDOKUME%7E1%5CADMINI%7E1%5CLOKALE%7E1%5CTemp%5Cmsohtml1%5C01%5Cclip_filelist.xml\" rel=\"File-List\" \/><!--[if gte mso 9]><xml>  <w:WordDocument>   <w:View>Normal<\/w:View>   <w:Zoom>0<\/w:Zoom>   <w:HyphenationZone>21<\/w:HyphenationZone>   <w:Compatibility>    <w:BreakWrappedTables\/>    <w:SnapToGridInCell\/>    <w:WrapTextWithPunct\/>    <w:UseAsianBreakRules\/>   <\/w:Compatibility>   <w:BrowserLevel>MicrosoftInternetExplorer4<\/w:BrowserLevel>  <\/w:WordDocument> <\/xml><![endif]--><\/p>\n<style> <!--  \/* Style Definitions *\/  p.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal \t{mso-style-parent:\"\"; \tmargin:0cm; \tmargin-bottom:.0001pt; \tmso-pagination:widow-orphan; \tfont-size:12.0pt; \tfont-family:Arial; \tmso-fareast-font-family:\"Times New Roman\"; \tmso-bidi-font-family:Arial; \tmso-bidi-language:AR-SA;} @page Section1 \t{size:595.3pt 841.9pt; \tmargin:62.9pt 70.85pt 2.0cm 70.85pt; \tmso-header-margin:35.4pt; \tmso-footer-margin:35.4pt; \tmso-paper-source:0;} div.Section1 \t{page:Section1;} --> <\/style>\n<p><!--[if gte mso 10]> \n\n<style>  \/* Style Definitions *\/  table.MsoNormalTable \t{mso-style-name:\"Normale Tabelle\"; \tmso-tstyle-rowband-size:0; \tmso-tstyle-colband-size:0; \tmso-style-noshow:yes; \tmso-style-parent:\"\"; \tmso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; \tmso-para-margin:0cm; \tmso-para-margin-bottom:.0001pt; \tmso-pagination:widow-orphan; \tfont-size:10.0pt; \tfont-family:\"Times New Roman\";} <\/style>\n\n <![endif]--><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-bottom: 6pt; text-align: justify; text-indent: 9pt\">Erziehung ist den Linken seit jeher ein wichtiges Anliegen. Schon der Grosse Vorsitzende Mao sagte: \u201eBestrafe einen, erziehe hundert.\u201c Gut ist Erziehung nach diesem Verst\u00e4ndnis dann, wenn sie den politischen Zielen n\u00fctzt. Es kann darum nicht fr\u00fch genug damit begonnen werden. Am liebsten w\u00fcrden die Genossinnen und Genossen bereits Neugeborene im Rahmen der ausserfamili\u00e4ren Kinderbetreuung mit den Segnungen des sozialistischen Nanny-Staates vertraut machen. Erziehung soll nicht mehr Sache der Eltern sein, sondern Aufgabe staatlicher Funktion\u00e4re.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-bottom: 6pt; text-align: justify; text-indent: 9pt\">Die Linke war sich der Bedeutung des Erziehungswesens voll bewusst als sie zum Marsch durch die Institutionen aufbrach. Dementsprechend brachte sie die kantonalen Erziehungsdirektionen als erstes unter ihre Kontrolle. Heute stellt die SP die st\u00e4rkste Fraktion innerhalb der eidgen\u00f6ssischen Erziehungsdirektorenkonferenz, wo sie auf die tatkr\u00e4ftige Unterst\u00fctzung durch die Vertreter der CSP, der Gr\u00fcnen und der Alternativen z\u00e4hlen kann. Und wohin die Mitteparteien tendieren, braucht der gebildeten Leserschaft der Berner Zeitung nicht eigens in Erinnerung gerufen zu werden. \u201eBildung ist unser wichtigster Rohstoff\u201c, lautet der Kampfruf, dem der Refrain \u201eEs braucht mehr Geld!\u201c folgt. Und dieses l\u00e4sst in der Regel nicht lange auf sich warten. Nicht einmal \u00fcber den Verwendungszweck wird noch gestritten, sondern bloss dar\u00fcber, ob die Ausgaben gegen\u00fcber dem Vorjahr um drei oder sechs Prozent ansteigen sollen. Betonk\u00f6pfen ist es naturgem\u00e4ss egal, ob in Beton oder in K\u00f6pfe investiert wird.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-bottom: 6pt; text-align: justify; text-indent: 9pt\">Wo mittlerweile bereits ein simples Diktat praktisch als Menschenrechtsverletzung qualifiziert wird, weil damit ein unzul\u00e4ssiger Leistungsdruck ausge\u00fcbt werde, wo Noten verp\u00f6nt sind und blinde Begeisterung herrscht, f\u00fcr alles, was unter dem Label \u201eBildung\u201c daherkommt, kann nat\u00fcrlich keine seri\u00f6se Erfolgs- oder Qualit\u00e4tskontrolle stattfinden. Und wenn die Schweiz bei der PISA-Studie schlecht abschneidet oder die ETH eine Rangliste der Mittelschulen erstellt, so werden allenfalls die Erhebungsmethoden hinterfragt. Die Frage, ob wir das richtige tun, damit sich das Wissen unsere Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler vergr\u00f6ssert und sie im Erwerbsleben erfolgreich bestehen k\u00f6nnen, wird als spiesserisch abgetan. Trotzdem, es gibt sie: Die Realit\u00e4t. Und diese kann sehr hart sein und die sch\u00f6nsten Ideologien wie Kartenh\u00e4user zum Einsturz bringen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-bottom: 6pt; text-align: justify; text-indent: 9pt\">\u201eDer Markt und die Leute bestimmen, was angesagt ist, nicht der K\u00fcnstler oder der Verleiher.\u201c Dieses Zitat war k\u00fcrzlich auf der Website der BZ zu lesen. Es stammt von Philippe T\u00e4schler, dem Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des gr\u00f6ssten Schweizer Kinobetreibers Kitag. Der Mann hat keinerlei politische Erw\u00e4gungen zu ber\u00fccksichtigen. Er will Geld verdienen und richtet sich darum nach den W\u00fcnschen seiner Kunden. Und da diese immer weniger in der Lage sind, einen Film in der Originalsprache zu geniessen, werden m\u00f6glicherweise schon bald nur noch synchronisierte Fassungen angeboten. Das Lesen von Untertiteln wird als zu m\u00fchsam empfunden. Man will George Clooney sehen, aber Thomas Gottschalk h\u00f6ren. Lese- und Sprachkompetenz nehmen ab. Oder um es in der Sprache unserer Bildungsfunktion\u00e4re zu sagen: \u201eDie Bildungsferne nimmt zu\u201c. Und da faule \u00c4pfel die gesunden anstecken und nicht umgekehrt, muss sich die ganze Gesellschaft nach den Analphabeten richten. Auch daf\u00fcr haben die Linken einen treffenden Ausdruck: Harmonisierung. Harmonisieren lieben sie fast noch mehr als erziehen. Bei den Steuern nach oben, bei der Bildung nach unten. In jedem Fall falsch.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-bottom: 6pt; text-align: justify\">______<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-bottom: 6pt; text-align: justify\">Erschienen in der Berner Zeitung vom 2. Mai 2009<o:p><\/o:p><\/p>\n\n<div class=\"twitter-share\"><a href=\"https:\/\/twitter.com\/intent\/tweet?via=zac1967\" class=\"twitter-share-button\" data-size=\"large\">Twittern<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erziehung ist den Linken seit jeher ein wichtiges Anliegen. Schon der Grosse Vorsitzende Mao sagte: \u201eBestrafe einen, erziehe hundert.\u201c Gut ist Erziehung nach diesem Verst\u00e4ndnis dann, wenn sie den politischen Zielen n\u00fctzt. Es kann darum nicht fr\u00fch genug damit begonnen werden. 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