Teilen

Eine Frage der Souveränität

Auch im Disput um den Vorrang von Völker- und nationalem Recht geht es in Tat und Wahrheit – wen wundert’s? – um den Beitritt zur EU, dem Paradies der internationalistischen Linken. Auf Weg dorthin stellt die direkte Demokratie eine hohe „Beitrittshürde“ dar. Darum singen die Internationalisten plötzlich das Hohelied des Völkerrechts, ohne das wir angeblich in den Zustand der Barbarei zurückfielen. Dabei ist offensichtlich, dass der Weg der Schweiz, der auf Volkssouveränität und Eigenverantwortung basiert, den Menschen mehr Freiheit und Wohlstand garantiert, als zentralistisches System mit einer Machtelite, die sich der demokratischen Kontrolle zu entziehen sucht.

Noch vor wenigen Jahren mass auch das Bundesgericht unserer nationalen Souveränität noch einen Stellenwert bei. So im so genannten „Schubert-Fall“, wo es folgenden Grundsatz aufstellte: Wenn ein (neueres) Bundesgesetz einem (älteren) Staatsvertrag widerspricht und der Gesetzgeber ausdrücklich den Widerspruch zwischen Staatsvertrag und innerstaatlicher Norm in Kauf genommen hat, so sei das Bundesgericht an das Bundesgesetz gebunden. An diesem Konzept sollte nicht gerüttelt werden.

Das Problem im Zusammenhang mit der EMRK ist in erster Linie ihre Auslegung durch weltfremde Richter, die immer mehr Rechte usurpieren, von denen vor der Ratifizierung nie die Rede war. Niemand hätte 1974 geglaubt, dass es der Schweiz einmal von fremden Richtern verboten würde, Schwerkriminelle des Landes zu verweisen.

Um den EMRK-Apologeten entgegenzukommen, schlage ich vor, den gesamten Text der EMRK telquel ins schweizerische Recht zu übernehmen. Im Gegenzug sollten diese der Kündigung der Konvention zustimmen. Damit würde automatisch das Bundesgericht zuständig. Dann bräuchte die Bundesversammlung nur noch gute Richter zu wählen, und wir hätten wieder ein Bundesgericht, das für einen souveränen Staat zuständig ist.

Quizfrage: Um welches Lebensmittel geht es hier?

Unsere Verwaltung zu Bern arbeitet auf Hochtouren, wenn es darum geht, den Vorgaben der noch noch realitätsferneren EU-Verwaltung zu Brüssel nachzukommen.

Welches gefährliche Nahrungsmittel müsste nach dem Willen der Bürokraten folgende Deklaration tragen?

Wasser, Zucker, Fructose, Füllstoff Cellulose (E460a), Säuerungsmittel Essig- und Weinsäure (E 334, E 260), Geliermittel Pektin (E440), Geschmacksverstärker Glutaminsäure, Mononatriumglutamat (E620, E621), Farbstoffe Betacarotin, Capsanthin, Riboflavin, Anthocyan (E160a, E160c, E101, E163), Säuerungsmittel Niacin, Zitronensäure, Succinat (E375, E330, E363), Mehlbehandlungsmittel Cystein (E920), Säuerungsmittel Ascorbinsäure (E300). Vegetabil.

Lösung

BaslerZeitung Standpunkte

Das Parlament hat einen zweiten SVP-Bundesrat gewählt, den Waadtländer Guy Parmelin. Die SVP muss nun vermehrt Verantwortung übernehmen. Lässt sich die SVP einbinden oder macht sie weiter auf Provokation und Demagogie, wie ihre Kritiker sagen? Welches Departement soll Guy Parmelin übernehmen? Was bedeutet die neue bürgerliche Mehrheit im Bundesrat für umstrittene Initiativen, die laut Kritikern Grundwerte wie die Menschenrechte in Frage stellen?

Reto Brennwald diskutiert dieses Thema in «BaZ Standpunkte» mit folgenden Gästen: Claudio Zanetti, SVP-Nationalrat Kanton Zürich, Eric Nussbaumer, SP-Nationalrat, Kanton Basel-Landschaft, Esther Girsberger, Publizistin und Dominik Feusi, Bundeshausredaktor der Basler Zeitung.

Eine brachliegende Fundgrube für Qualitätsjournalisten

Wohl nur der olympische Eid, wonach alle fairen Sport wollen, wird so häufig und in voller Absicht gebrochen, wie die Erklärungen des schweizerischen Presserats. Danach haben „Journalistinnen und Journalisten den gesellschaftlich notwendigen Diskurs“ zu sichern. Und weiter heisst es im Text: „Die Verantwortlichkeit der Journalistinnen und Journalisten gegenüber der Öffentlichkeit hat den Vorrang vor jeder anderen, insbesondere vor ihrer Verantwortlichkeit gegenüber ihren Arbeitgebern und gegenüber staatlichen Organen.“ Die Realität sieht anders aus. Eine brachliegende Fundgrube für Qualitätsjournalisten weiterlesen

Meine Grussbotschaft an die Ahmadiyya Muslim Jamaat

Nuur-Moschee, Wigoltingen TG, 19. November 2015

Herr Präsident,
Herr Imam,
geschätzte Damen und Herren

Ich will Ihnen gestehen, dass es mir nach den fürchterlichen Anschlägen von Paris, deren Urheber sich – zurecht oder nicht – auf den Islam berufen, nicht ganz leicht gefallen ist, den Weg zu Ihnen nach Wigoltingen unter die Füsse zu nehmen. Meine Grussbotschaft an die Ahmadiyya Muslim Jamaat weiterlesen

Radio SRF berichtete korrekt über britische Energiepolitik

Gester Abend schrieb ich in einem Tweet:

Radio verschweigt, dass England neben Gas- auch Kernkraftwerke bauen wird.

Diese Darstellung ist unrichtig. Ich nehme den Vorwurf der Manipulation zurück.

Herr Jan Grüebler, stv. Leiter Redaktion Nachrichten/Teletext/Info3 von Radio SRF, war so freundlich, mir das Transkript der entsprechenden „Echo“-Passage zuzustellen:

Grossbritannien verabschiedet sich von der Kohle.

Alle bestehenden Kohlekraftwerke sollen bis in zehn Jahren vom Netz genommen werden. Kohle sei „nicht die Zukunft“, sagte die britische Energieministerin Amber Rudd. Zum Ausgleich wolle das Land verstärkt in Gas- und Atomkraftwerke investieren.

Für eine fortschrittliche Wirtschaft sei es unbefriedigend, von schmutzigen 50 jährigen Kohlekraftwerken abhängig zu sein.

Umweltschützer fordern allerdings, statt in Gas stärker in Wind- und Solarkraft zu investieren. Gas sei zwar weniger schmutzig als Kohle, setze aber beim Verbrennen immer noch erhebliche Mengen des klimaschädlichen CO-2 frei.

Ich bedaure meinen Fehler und werde fortan noch genauer hinhören, wie Radio SRF informiert.

Teilen