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CC-Talk vom 5. August 2010

[flv:http://www.politik.ch/fs/videos/cc_talk/31100805_politalk.flv 480 310]Weder Fisch noch Vogel – braucht es die politische Mitte?

In den letzten Jahren hat in der Schweizer Politik eine Polarisierung der Positionen stattgefunden. Die Mitteparteien kamen dabei immer mehr unter Druck und verloren massiv an Wähleranteilen. Dennoch behält die Mitte ihre Macht, indem sie oft Zünglein an der Waage spielt und einem politischen Geschäft zum Durchbruch verhelfen kann. Ist es in einer Demokratie nicht problematisch, wenn eine schrumpfende Mitte in wichtigen Fragen den Ausschlag gibt? Ist die politische Mitte ein Auslaufmodell oder gehört ihr die Zukunft? Über diese Fragen diskutieren Christoph Romer und Claudio Zanetti mit folgenden Gästen: Klaus J. Stöhlker, Kommunikationsberater und Martin Baltisser, SVP-Generalsekretär.

CC-Talk vom 29. Juli 2010

[flv:http://www.politik.ch/fs/videos/cc_talk/30100729_politalk.flv 480 310]Indiskretionen – Fluch oder Segen?

Fast täglich gelangen vertrauliche Papiere, Geheimpläne und andere Internas aus Regierung und Verwaltung via Medien an die Öffentlichkeit. Dieser „Krieg mit Informationen“ wird auch regelmässig von höchsten Regierungsmitgliedern geführt. Auch das sogenannte Whistleblowing ist in der Schweiz beinahe alltäglich geworden. Sind diese Indiskretionen ein Fluch oder ein Segen für unsere Demokratie? Über diese Frage diskutieren Christoph Romer und Claudio Zanetti mit folgenden Gästen: Urs Paul Engeler, Redaktor „Weltwoche“ und Thomas Faesi, Ombudsmann des Kantons Zürich.

Selber Dorftrottel!

Es ist „saure Gurken-Zeit“. Kein Thema ist zu dämlich, um nicht die Aufmerksamkeit der Medien auf sich zu ziehen. Die gegenwärtig aufflackernde EU-Diskussion zeichnet sich allerdings durch erschreckende Oberflächlichkeit und Niederträchtigkeit aus. Zum Beweis für das angeblich in der Schweiz herrschende „Denkverbot“ verzichtet die „Denkfabrik Avenir Suisse“ in ihrem jüngsten Papier aufs Denken und begnügte sich mit einer Aneinanderreihung einiger abgelutschter Plattitüden. Ganz offensichtlich sollten dem neuen Direktor, der bald seine Stelle antritt, Steine in den Weg gelegt werden. Denn als freiheitlicher, ordnungspolitischen Grundsätzen verpflichteter Denker und Beobachter machte der Chef des NZZ-Wirtschaftsressorts, Gerhard Schwarz, nie einen Hehl aus seiner EU-kritischen Haltung.

In diesem Umfeld sind „Europa-Experten“ natürlich sehr gefragt. Doch was ist eigentlich ein „Europa-Experte“? Jemand, der in der EU lebt, sie aus eigener Erfahrung kennt und darum weiss, wovon er spricht? Oder ist es jemand, der bloss mit einer besonders originellen Begründung an die Öffentlichkeit tritt, weshalb die Schweiz der EU beitreten soll? Was das Kriterium der Originalität angeht, so liegen die Hürden dafür sehr tief. Der Applaus der hiesigen Intelligentzia ist einem selbst dann sicher, wenn man bloss die Argumentation der Frontisten der 30-er-Jahre übernimmt, um dem Anschluss an das grosse Europa, dem angeblich die Zukunft gehören soll, das Wort redet. Man behauptet, die Schweiz sei von der EU bedroht und unter Druck gesetzt. Doch dann folgt nicht etwa Kritik am Erpresser, sondern die Forderung, sich diesem anzuschliessen. Genau in diese Tradition stellte sich auch der Politologe Dieter Freiburghaus, der diese Woche ins Land rief, die Schweiz verkomme zum „globalen Dorftrottel“, wenn sie sich nicht endlich dem Brüsseler Diktat unterwerfe. Das hatten wir schon alles: Genau darum geht es in Schillers „Wilhelm Tell“ im Dialog zwischen Rudenz und Attinghausen: „Es kostete ein einzig leichtes Wort, um augenblicks des Dranges los zu sein, und einen gnäd’gen Kaiser zu gewinnen.“ Genau das war Pilet-Golaz’s Argumentation in seiner berüchtigten Anpasserrede, und genau das war der Inhalt der „Eingabe der 200“. Das Wort vom „Dorftrottel“ fällt auf den Urheber zurück.

Nun ist Professor Freiburghaus gewiss ein ehrenwerter Mann. Doch ist er auch wirklich ein Experte? Wo bleibt in seinen Schriften und Verlautbarungen das der intellektuellen Redlichkeit geschuldete Abwägen der Vor und Nachteile eines EU-Beitritts? Wo bleiben Bedenken hinsichtlich der Folgen für die Demokratie? Der Professor ist ein Euro-Turbo der ersten Stunde, der sich von der Realität kaum beeindrucken lässt. Expertise sollt’ aus besserem Stoff beschaffen sein. Richtige Expertise entsteht aus Erfahrung. Und wer danach sucht, wir unweigerlich feststellen, dass die Betroffenen die „Segnungen der EU“ anders beurteilen als gewisse Schweizer, die ausser ihrer „Offenheit“ nichts zu bieten haben.

Ich weile derzeit in den Ferien in Italien. Gestern musste ich einen Handwerker rufen, um an der Heizung eine kleine Reparatur vorzunehmen. Der gute Mann hatte seine Schraubenschlüssel noch nicht ausgepackt als er mich fragte, was es denn brauche, um in der Schweiz arbeiten zu können. Er wolle raus aus Italien und raus aus der EU. Diese Episode deckt sich genau mit einer repräsentativen Umfrage, die die „Weltwoche“ kürzlich publizierte: Eine Mehrheit in grenznahen Regionen der Nachbarländer Deutschland, Österreich, Frankreich und Italien möchte der Schweiz beitreten. Besonders deutlich ist die Zustimmung bei den Jungen: Zwei Drittel der unter 35-Jährigen befürworten Sezession und Landeswechsel. Noch etwas höher ist der Ja-Anteil bei den Personen, die sich politisch rechts der Mitte einordnen, während linke und alte Menschen am Status quo festhalten möchten. Als besonders attraktiv an der Schweiz gelten die direkte Demokratie, die freiheitliche Wirtschaftsordnung und die tiefen Steuern. Rund 70 bis 80 Prozent
der Wahlberechtigten finden die Schweiz wirtschaftlich und steuerlich gesehen attraktiver als ihr Heimatland.

Bemerkenswert: Während hierzulande die direkte Demokratie einer wachsenden Kritik und massiven Angriffen seitens der „Classe politique“ und des Bundesgerichts ausgesetzt ist, wünscht sich eine klare Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger in den uns umgebenden Regionen, das Recht, Einfluss nehmen zu können, auf Belange, die das eigene Leben betreffen. Unser System wird in mancher Hinsicht als überlegen betrachtet. Jemand sollte das gelegentlich unserem Bundesrat berichten.

Gewiss, es wurden bloss einfache Bürger und keine Experten gefragt. Doch zum Glück kommt es in einer Demokratie wie der schweizerischen genau auf deren Expertise an. Wir können der kommenden Volksabstimmung also zuversichtlich entgegenblicken. Dann haben wir es in Zahlen und Fakten, wer die „Dorftrottel“ sind.
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Erschienen in der Berner Zeitung vom 24. Juli 2010.

CC-Talk vom 22. Juli 2010

[flv:http://www.politik.ch/fs/videos/cc_talk/29100722_politalk.flv 480 310]Ausländerprobleme – mehr Integrationsförderung oder mehr Repression?

Mit über 1,6 Millionen Ausländern hat die Schweiz den höchsten Ausländeranteil Europas. Dies entspricht rund 22% der Wohnbevölkerung. Wenn verschiedene Kulturen aufeinanderprallen, dann führt dies nicht nur zu wertvollem interkulturellem Dialog, sondern auch zu Konflikten und Problemen. Wie soll diesen Problemen begegnet werden? Braucht es dafür ein Integrationsgesetz oder soll ausgeschafft werden, wer die Regeln bricht? Lassen sich die Missstände mit Gesetzen überhaupt lösen? Über diese Fragen diskutieren Christoph Romer und Claudio Zanetti mit folgenden Gästen: Regine Sauter, Kantonsrätin FDP / ZH und Ulrich Schlüer, Nationalrat SVP / ZH

CC-Talk vom 15. Juli 2010

[flv:http://www.politik.ch/fs/videos/cc_talk/28100715_politalk.flv 480 310]Rollenverteilung zwischen Mann und Frau – alles unklar!

40 Jahre nach der grossen Emanzipationsdiskussion und der damit verbundenen politischen Gleichberechtigung der Frauen scheint die Rollenverteilung zwischen Mann und Frau in der Familie noch immer nicht gelöst zu sein. Dies zeigen zahlreiche Umfragen und Diskussionen auf Onlineportalen, welche sich mit der Familienthematik beschäftigen. Für viele Paare gestaltet sich die Diskussion um Kindererziehung und Haushaltsführung nach wie vor als heikel und schwierig. Öffnet sich damit eine neue Kluft zwischen Mann und Frau? Betreuung der Kinder zu Hause oder Fremdbetreuung in Kinderkrippen? Darüber diskutieren Christoph Romer und Claudio Zanetti mit folgenden Frauen und Müttern: Nicole Althaus (Initiantin des Mamablogs auf Tagesanzeiger-Online und künftige Chefredaktorin von „wir Eltern“), sowie Rösli Zuppiger (Hausfrau und Buchautorin).

Eine solche Ideologin gehört nicht in den Bundesrat

Wer keine Substanz zu bieten hat, kann immer noch provozieren. Marthaler, Schlingensief, Hirschhorn und andere sind Beispiele dafür, wie man von Provokationen, die ohne jeden Inhalt auskommen, gut leben kann. Auch in der Politik gibt es solche Fälle. Zum Beispiel die Zürcher Bildungsdirektorin Regine Aeppli. In deren Büro hängt ein Bild von einem Buch, in dem ein Messer steckt. Es scheint, als sei die Frau über Pink Floyd’s „We don’t need no education! Teachers leave us kids alone!“ nicht hinausgekommen. Das wäre an sich nicht schlimm, wäre sie nicht ausgerechnet für die Qualität unserer Volksschule verantwortlich. Das Bild sei als intellektuelle Provokation zu verstehen, wurde der Schreibende belehrt. Doch wer soll denn provoziert werden, und inwiefern lässt sich mit solchem Unfug die Qualität der Volksschule heben?

Genossin Aeppli ist allerdings nicht nur eine Provokateurin. Sie ist in erster Linie eine verbohrte Ideologin, die eine streng sozialistische Agenda verfolgt. Und wie alle Sozialisten kann sie sich nicht damit abfinden, dass die Welt so ist, wie sie ist. Die Schule hat für sie darum nicht in erster Linie die Aufgabe, Bildung zu vermitteln, sondern die Menschen umzuerziehen. Und damit soll möglichst früh begonnen werden – etwa im Rahmen der ausserfamiliären Kinderbetreuung.

Gerade lieferte die rote Ideologin ein weiteres Beispiel dafür, dass für sie nur relevant ist, was in ihr Weltbild passt: Mit grossangelegten Versuchen sollte der Verdacht erhärtet werden, an den Zürichberg-Gymnasien sei es einfacher, einen Platz zu bekommen, als in den Kantonsschulen in der Region. Die Frage, wer ans Gymnasium gehört, sollte also zu einer politischen Frage gemacht werden. Rezepte mit denen Hugo Chavez gerade „sein“ Land in den Ruin treibt, sollen auch hierzulande Anwendung finden.

Doch einmal mehr machte die Realität der Ideologin einen Strich durch die Rechnung: Der Versuch förderte nicht die erhofften Resultate zu Tage. Er wurde darum gestoppt. Es ging also gar nie darum, Grundlagenmaterial zu erhalten, das für weitere Entscheide von Bedeutung sein kann. Man ging von einer politischen Zielsetzung aus, und erhoffte sich vom Versuch lediglich die argumentative Untermauerung. Zum Glück ist man damit gescheitert.

Nach der Feststellung der eidgenössischen Bildungsdirektion, dass die Einführung der Grundstufe ausser höheren Kosten nichts bringt, und dem Fiasko mit dem „Teamteaching“ an der Volksschule im Bereich der Sonderpädagogik (Integration von Sonderschülern in die Regelklassen) ist das bereits der dritte Rückschlag, den Genossin Aeppli innert kurzer Zeit hinzunehmen hat.

Es ist unsere freundeidgenössische Pflicht, die Vereinigte Bundesversammlung davor zu warnen, die Frau auch noch zur Bundesrätin zu machen, wo sie noch grösseren Schaden anrichten könnte.

CC-Talk vom 8. Juli 2010

[flv:http://www.politik.ch/fs/videos/cc_talk/27100708_politalk.flv 480 310]Die Schweiz – beliebt oder verhasst?

Indiskretionen, Intrigen, gegenseitiges Misstrauen und die Verantwortung auf die Kollegen abschieben. Diesen Eindruck hinterliess unsere Regierung in den letzten Monaten. Stimmt dieser Eindruck? Steckt die Schweiz in einer handfesten Regierungskrise? Und falls ja, wäre das so schlimm für unser Land? Darüber diskutieren Christoph Romer und Claudio Zanetti mit folgenden Gästen: Michael Hermann (Politologe) und Markus Somm (stellvertretender Chefredaktor der Weltwoche und Buchautor).

CC-Talk vom 1. Juli 2010

[flv:http://www.politik.ch/fs/videos/cc_talk/26100701_politalk_neu.flv 480 310]Steckt die Schweiz in einer Regierungskrise?

Indiskretionen, Intrigen, gegenseitiges Misstrauen und die Verantwortung auf die Kollegen abschieben. Diesen Eindruck hinterliess unsere Regierung in den letzten Monaten. Stimmt dieser Eindruck? Steckt die Schweiz in einer handfesten Regierungskrise? Und falls ja, wäre das so schlimm für unser Land? Darüber diskutieren Christoph Romer und Claudio Zanetti mit folgenden Gästen: Michael Hermann (Politologe) und Markus Somm (stellvertretender Chefredaktor der Weltwoche und Buchautor).

Stoppt das Affentheater!

Regierungskrisen haben auch ihr Gutes. Sie machen klar, dass wir Regierungen generell viel zu wichtig nehmen, ja dass es auch ohne Regierung geht. In England glaubte man erst, dass ein Volk auch ohne einen von Gott eingesetzten König lebensfähig ist, als das Haupt Karl I. auf dem Schafott aufschlug. Auch in Polen geht das öffentliche Leben völlig normal weiter, obwohl bei einem Flugzeugabsturz 96 Menschen, darunter zahlreiche Vertreter der „politischen, militärischen und geistlichen Elite“ des Landes, ums Leben gekommen sind. Damit sind wir bereits bei der zentralen Frage: Wofür brauchen wir noch eine Regierung, wenn das öffentliche Leben auch ohne funktioniert, in den Schulen und Spitälern gearbeitet wird, wenn die Züge fahren, die Versorgung mit Konsumgütern gewährleistet ist, Wasser aus dem Hahn fliesst, und Strom aus der Steckdose kommt?

Auch in der Schweiz haben wir eine Regierung. Sieben Personen hätten nichts anderes zu tun, als dafür zu sorgen, dass das öffentliche Leben funktioniert, in den Schulen und Spitälern gearbeitet wird, die Züge fahren, die Versorgung mit Konsumgütern gewährleistet ist, Wasser aus dem Hahn fliesst, und Strom aus der Steckdose kommt. In einem reichen Staat, der im Laufe seiner 162-jährigen Geschichte enorme Umwälzungen in Europa, darunter zwei Weltkriege, weitgehend unbeschadet überstanden hat, sollte das eigentlich zu schaffen sein. Doch anstatt ihren Kernauftrag zu erfüllen, und ans Land und seine Bevölkerung zu denken, verbringen unsere höchsten sieben Funktionäre ihre Zeit mit Kabalen und Hieben. Obwohl uns hoch und heilig versichert wurde, nach der Abwahl von Christoph Blocher strotze der Bundesrat gerade zur vor Nettigkeit, und das Gesprächsklima sei vorzüglich, ist die Realität eine andere: Das Klima ist von gegenseitigem Misstrauen geprägt. Aus Angst vor Indiskretionen werden einander selbst die wichtigsten Informationen vorenthalten. Und was von einem Heer von Kommunikationsfachleuten als „offensive Kommunikation“ angepriesen wird, ist vor allem „gezielte Desinformation“. So verkommt Politik zu einer dieser unerträglichen Casting-Shows.

Womit wir heute konfrontiert sind, ist die logische Folge einer unseligen Entwicklung, die in den 90-er-Jahren im Zuge der „Integrations-Diskussion“ ihren Anfang nahm. Unsere selbst ernannten Eliten begannen plötzlich vom „nationalen Interesse“ zu reden, das sich nur in internationalen Gremien und Organisationen durchsetzen lassen. Die Wahl des neuen Vorsitzenden der Uno-Generalversammlung oder die Art und Weise, wie hierzulande wichtige Botschafterposten vergeben werden, zeigt, wie rasch persönliche und nationale Interessen durcheinandergeraten. Von der real existierenden „Integration“ profitiert nur „die Elite“. Der Zeitpunkt, einzelne Personen zur Verantwortung ziehen zu wollen, ist längst überschritten. Fakt ist, dass die Funktionstüchtigkeit unserer Regierung nicht mehr gewährleistet ist. Also müssen neue, unverbrauchte Köpfe her!

Es stimmt ganz einfach nicht, dass jedes Volk die Regierung hat, die es verdient. Das Schweizervolk arbeitet hart, bezahlt brav seine Steuern und kommt auch seinen übrigen Bürgerpflichten nach. Dafür darf es mit Fug und recht erwarten, dass auch die Regierung ihre Arbeit macht – und zwar unabhängig davon, ob sich die einzelnen Regierungsmitglieder grün sind. Doch seit bald 20 Jahren scheinen sich die meisten unserer Regierungsmitglieder vor allem um die Frage zu kümmern, ob sie von der „Schweizer Illustrierten“ eine Rose oder einen Kaktus erhalten. Die Rechte und Freiheiten des Schweizervolks, die Förderung der gemeinsamen Wohlfahrt, Unabhängigkeit und Neutralität und all die anderen Werte, auf die man einen feierlichen Eid geleistet hat, wurden verdrängt, geopfert auf dem Altar der persönlichen Eitelkeiten.

Je wichtiger sich eine Regierung nimmt, desto schlechter ist es für das Volk. Zum Bundesrat sollte nur gewählt werden, wer seine Aufgabe darin sieht, dem Volk, das ihn für eine beschränkte Zeit mit Macht ausgestattet hat, zu dienen. Nur so wird das herrschende Affentheater ein Ende haben. Nur so wird unsere Regierung zu der Kollegialität zurückfinden, die unser System Jahrzehntelang auszeichnete. Gut, dass im Herbst 2011 die Eidgenössischen Räte – und damit der Wahlkörper für die Regierung – neu gewählt werden.
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Erschienen in der Berner Zeitung vom 26. Juni 2010.

CC-Talk vom 24. Juni 2010

[flv:http://www.politik.ch/fs/videos/cc_talk/25100624_politalk_neu.flv 480 310]Cannabis-Legalisierung

Seit Jahrzehnten wird in der Schweiz über die Legalisierung von Cannabisprodukten gestritten. Vor 2 Jahren hat das Stimmvolk eine solche Legalisierung zwar abgelehnt. Trotzdem nimmt das Zürcher Parlament nun einen neuen Anlauf: Die Stadt soll künftig auf einem Biobauernhof Hanf anbauen lassen und diesen dann kontrolliert verkaufen. Hanflegalisierung – pro und contra; darüber diskutieren Christoph Romer und Claudio Zanetti mit den zwei Zürcher Gemeinderäten Christina Hug, Grüne und Mauro Tuena, SVP.

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