Ist die westliche Zivilisation verteidigungswürdig?

Im vergangenen Sommer hat der US-amerikanische Präsident Donald Trump in Polen eine Rede gehalten. Er hat dabei unter anderem vom Willen zur Verteidigung unserer westlichen Zivilisation gesprochen. Also von etwas, das die internationalistische Linke total gegen den Strich geht.

In der Schweiz zum Beispiel sagte Max Frisch einmal, er wisse gar nicht, was an der Schweiz zu verteidigen gebe. Und die spätere Bundesrätin Ruth Dreifuss gab 1991 zu Protokoll, es sei ihr egal, ob die Schweiz in einem europäischen Überbau, den sie sich wünsche, überlebe.

Trumps Rede stiess in Polen und anderen ehemaligen Ostblock-Staaten auf grosse Begeisterung. Genau das Gegenteil war in Westeuropa und in den USA der Fall. Aber an dieses reflexartige Trump-Bashing, das pathologische Züge aufweist, haben wir uns ja mittlerweile gewöhnt. Ein Aspekt der Kritik verdient nähere Betrachtung:

Neben dem Aufruf zur Verteidigung der westlichen Kultur sagte Trump unter anderem:

„Wir schreiben Symphonien.
Wir streben nach Neuem.
Wir ehren unsere Helden aus alten Zeiten und pflegen unsere zeitlosen Bräche und Traditionen.
Mir sind immer am Suchen und Forschen und drängen in neue unbekannte Gebiete“.

In den Augen der New York Times, die bekanntlich die wichtigste Nachrichtenquelle des linken Qualitätsjournalismus ist, machen solche Aussagen Trump zu einem White suprematist, zu jemandem der die weisse Rasse für überlegen hält, also eigentlich zu einem Nazi.

Vor allem über den Satz mit den Symphonien macht sich die New York Times lustig. Es sei ja klar, dass er die Musik toter, weisser Männer lobe, schliesslich habe er sich noch nie mit indonesischer Gamelan-Musik auseinandergesetzt.

Sie wissen nicht, was indonesische Gamelan-Musik ist?

Hier eine Kostprobe:

Ich habe überhaupt nichts gegen diese Musik, und wenn diese das nächste Mal im Hallenstadion gespielt wird, werde ich hingehen. Aber es käme mir nie in den Sinn diese Musik mit einer Beethoven-Symphonie auf die gleiche Stufe zu stellen. Das würde ich aber auch nicht mit Hudigäggeler oder Marschmusik machen.

Mit Rasse, wie das die linken Eiferer unterstellen, hat das nicht das Geringste zu tun. Wer auch nur eine kleine Ahnung von klassischer Musik hat, weiss, dass heute die besten Beethoven- und vor allem Bach-Interpreten aus Japan kommen.

Hier geht es um unterschiedliche Zivilisationen, und es ist absolut legitim, diese zu werten. Denn: Wo das nicht mehr möglich ist, weil es als politisch inkorrekt verboten ist, ist auch Kannibalismus nur noch eine Frage des Geschmacks.

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