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Marignano – Markus Somm über den Sonderfall, der die Schweiz im Innersten zusammenhält

Obwohl es die NZZ vergeigte, Markus Somm zu ihrem Chefredaktor zu machen, musste sie bei der Besprechung seines neuen Buches „Marignano – Die Geschichte einer Niederlage“ einräumen: „Der Mann kann schreiben“. Das kann er in der Tat. Somm hat sich mit seinem jüngsten Werk in die Liga von Barbara Tuchman geschrieben.

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Deutlich übers Ziel hinaus?

Für alle, die die „Weltwoche“ noch nicht abonniert haben, bringt der Tages-Anzeiger hier eine Zusammenfassung eines Interviews mit Christoph Blocher über die aktuelle Europa-Krise.

Zum Schluss des beitrags heisst es:
„Blocher glaubt, die Lage sei «brandgefährlich». Die «Weigerung der Politik», die Euro-Krise an der Wurzel anzugehen, erzeuge «gewaltige Spannungen». Das erfülle ihn mit Sorge. «Wenn ich sehe, wie deutsche Zeitungen gegen die Griechen schreiben, bin ich alarmiert». Das Friedensprojekt EU werde plötzlich zum «Brandbeschleuniger nationaler Spannungen».

Darum rät der Vizepräsident der SVP der Schweiz vorzusorgen, «auch für eine starke Armee». Hier schiesst der Alt-Bundesrat wohl deutlich übers Ziel hinaus.“

Der Redaktor konnte sich also einen Kommentar nicht verkneifen. Getreu der Devise der politisch Korrekten sind kriegerische Auseinandersetzungen in Europa undenkbar. Wer also für eine starke Armee und Landesverteidigung eintritt, schiesst übers Ziel hinaus?

Ist dem wirklich so? Auf Spiegel-Online ist praktisch zeitgleich dieser Beitrag erschienen. Offensichtlich gibt es Leute, die das Undenkbare denken. Am Schluss wird es auf diese ankommen.

Von wem stammt das folgende Zitat?

«Es lässt sich im Grunde alles darauf zurückführen, dass in Europa seit Jahren eine Entwicklung eingesetzt hat, die wir nicht nur nicht verstehen wollen, sondern gegen die wir in engster Anlehnung an die Gegner eines neuen Europas in offenem Gegensatz getreten sind. Wir bilden uns merkwürdigerweise hierbei auch sehr viel darauf ein, fernerhin als ‹Querschläger› durch ein neues Europa zu fliegen.»

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Auswahl

A)    Der Publizist Roger de Weck im „Europa-Manifest“ des „Club Helvétique“.

B)    Der vom Bundesrat 1941 wegen Verbreitung landesverräterischer Propagandathesen entlassene Oberst Gustav Däniker in seiner „Denkschrift“.

C)    Bundesrat Moritz Leuenberger, als er am 17. Oktober 2009 in einer Ansprache vor den Delegierten der SP Schweiz für den EU-Beitritt warb.

Auf dem Weg zur polizeilichen Hilfstruppe?

Als Bürger und Teilnehmer an der kürzlich durchgeführten Truppenübung PROTECTOR habe ich mich über die Medienberichterstattung, die den Leistungen der Wehrmänner in keiner Art und Weise gerecht wird, geärgert. Insbesondere bei Radio DRS und anderen notorischen Linksmedien arbeiten armeekritische Journalisten zielstrebig darauf hin, unsere Armee zu einer der Polizei unterstellten Hilfstruppe zu machen – die man am Ende ebenso gut abschaffen kann.

Die Armeeführung informiert zwar ihrerseits umfassend und sachlich, erweist sich aber den perfiden Propagandamethoden der Armeegegner als teilweise nicht gewachsen. So heisst es beispielsweise in einer Medienmitteilung des VBS, die „Schweizer Armee nimmt die Anliegen der Bevölkerung ernst“. Aus diesem Grund, so heisst es weiter, gelte „ab sofort zwischen 22 Uhr und 7 Uhr ein Fahr- und Flugverbot für Raupenfahrzeuge und Drohnen“. Wie bitte? Leiste ich meinen Militärdienst nicht gerade deswegen, weil die Landesverteidigung ein wichtiges – übergeordnetes – Anliegen der Bevölkerung ist? Oder führen wir Rekrutenschulen und Wiederholungskurse nur deshalb durch, weil ein paar Spinner Freude an Uniformen haben und gerne mit Panzern herumfahren?

Hier herrscht ganz offensichtlich ein Missverständnis. Und es ist Aufgabe der von einem bestens ausgebauten Informationsstab unterstützten Armeeführung klarzustellen, warum wir eine Armee haben, und worin deren – von Volk und Ständen wiederholt bekräftigter – Auftrag besteht.