4 Gedanken zu „Ein Buch für Patrioten“

  1. Henry Guisan ist für mich der bedeutenste Schweizer des 20. Jahrhunderts. Er war der richtige Mann zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Zusammen mit BR R. Minger, damals BGB (heute SVP) war der General der historische Glücksfall für die Schweiz. Heute sind keine Personen dieses Formats in der politischen Führung unseres Landes erkennbar. Leider. Trotz allem können es sich gewisse Dreckfinken aus dem universitären oder journalistischen Umfeld nicht verkneifen, Guisan Antisemitismus und Nähe zum ital. Duce zu unterschieben. Das ehrende Andenken an diesen General lebt in hunderttausenden von Schweizern weiter unbeeinflusst von den Anwürfen von Unwürdigen.

  2. Dass Georg Kreis als Mitglied der sattsam bekannten Bergier-Kommission dieses Buch schwer auf dem Magen liegt, wundert nicht.

    Als in Europa der immer noch gültige Waffenstillstand in Kraft trat, war Georg Kreis gerade mal eineinhalb Jahre alt. Er hat den Krieg also nicht bewusst miterlebt, hat somit auch die Sorgen und Aengste, von denen ohne Zweifel auch seine Eltern geplagt waren – wurde er doch in der „Frontstadt“ Basel geboren – nicht miterlebt.

    Ich möchte nicht hören, wie die Historiker Kreis, Tanner usw., die auch in der Bergier-Kommission gewirkt haben, sich äusserten, wenn im Binnenland Schweiz Leute gestorben an Hunger und Krankheit gestorben wären, weil die Schweiz nicht einige unschöne Konzessionen an Deutschland gemacht hat. (Im Gegensatz zu Italien, welches den Hafen von Genua für die Schweiz sperrte, hat die Versorgung durch den Rhein bis fast zum Kriegsende geklappt.)

    Im Nachhinein ist es immer viel einfacher – aber bestimmt nicht heldenhaft – einer Person, die Verantwortung trägt, Fehler vorzuwerfen. Guisan hat in einer kritischen und bedrohlichen Zeit Verantwortung getragen und Entscheide gefällt. Ob diese schlussendlich richtig sind, weiss der Entscheidungsträger zum entsprechenden Zeitpunkt nicht. Keine, zögerliche oder schwabbelige Entscheide treffen, nur um nicht in die Kritik zu kommen, ist wesentlich einfacher aber entsprechend gefährlicher. Dieselben Kritiker werden auch dies bemängeln.

    Auf jedenfall war Guisan eine Integrationsfigur par excellence.

  3. Ortswehr Zürich 8

    Markus Somms taufrische Guisan-Biographie, deren Kritiker zum Teil so gepeinigt reagieren mögen, weil es ihnen schwer fällt, aus ihrer eigenen Voreingenommenheit heraus zu finden, hat unserer Zeit die Schweiz des Zweiten Weltkrieges erschlossen. Wie gut Somm den Ton getroffen hat, können Leserin und Leser durch die Parallellektüre von Quellen aus den Jahren 1939 bis 1945 leicht beurteilen. Vor uns liegt ein privates Heft mit Gelegenheitsgedichten der Ortswehr Zürich 8. Darin finden sich folgende Zeilen aus dem Herbst 1943:

    „I Nord und Süd – i Ost und West

    Ringsum starrt alls in Waffe

    Lueg wie Du wotsch – Du findscht kei Tür

    Nu au en Zipfel freyi Wält z’erfasse.

    Bi eus cha jede – welli Gnad

    Im Schutz vo Hus und Heime

    Frei wärche – schaffe was er mag

    Chönd säge was mir meined.“

    Dieses „chönd säge was mir meined“ ist vielleicht der
    wichtigste Wert, für den die Aktivdienst-Generation an der Grenze gestanden ist, und diesen Wert, das freie Wort, gegen allerdings bestehende innere und äussere Gefahren zu verteidigen ist das Gebot der Stunde, ganz im Geist der längst Geschichte gewordenen Ortswehr Zürich 8!

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