Schwindeln auf Bestellung

Prognosen, also die Vorhersage einer bestimmten Situation zu einem bestimmten Zeitpunkt, bergen die Gefahr, sich als falsch zu erweisen. Zur Vermeidung von Peinlichkeiten verlegten sich darum Klima-Wissenschaftler und Epidemiologen aufs Modellieren. Statt Prognosen gibt es Modelle. Und diese beruhen auf teilweise willkürlichen Annahmen und werden auf Wunsch des Bestellers angepasst.

Auch die Scientific Advisory Group for Emergencies (SAGE), die die britische Regierung – und indirekt auch viele andere – mit Modellen zum Verlauf der Pandemie versorgt, arbeitet nach dieser Methode. Gerade letzte Woche veröffentlichte sie eine düstere Studie zu «Omicron», aus der sich zahlreiche Zwangsmassnahmen ableiten lassen.

Einem Analysten von «JP Morgen» fiel allerdings auf, dass SAGE die von Omicron ausgehende Gefahr wesentlich höher einstuft als etwa die Wissenschaftler in Südafrika, wo die jüngste Variante erstmals auftauchte, und sie als harmlos beschrieben wird. Würde man deren Daten übernehmen, ergäbe sich ein weitaus günstigeres Bild. Und vor allem: Es erübrigten sich weitere Restriktionen zur Entlastung der Spitäler.

Der Chefredaktor der seit 1828 erscheinenden Wochenzeitung «The Spectator», Fraser Nelson fragte darum auf Twitter den Chef von SAGE, Graham Medley, warum er seine Computer mit Horrorannahmen anstatt mit realistischen Daten füttere.

Seine Aufgabe, so Medley, bestehe darin Entscheidungsgrundlagen zu liefern, denn bekanntlich interessierten sich Entscheidungsträger nur dann für eine Lage, wenn es Entscheidungen zu treffen gebe. Und wenn nichts passiere, gebe es nichts zu entscheiden… Und als wäre das noch deutliche genug, gab Medley zu Protokoll, dass er schliesslich nur modelliere, was von der Politik gefragt sei.

Das politische Perpetuum mobile ist geboren. Dieses Modell lässt sich auf viele Bereiche übertragen. Das Klima ist nur einer davon. Für unsere Freiheit verheisst das nichts Gutes.

Den Artikel von Fraser Nelson finden Sie hier: https://www.spectator.co.uk/article/my-twitter-conversation-with-the-chairman-of-the-sage-covid-modelling-committee

 

2 Gedanken zu „Schwindeln auf Bestellung“

  1. Der Professor Graham Medley at London School of Hygiene & Tropical Medicine, gibt in einer Tweetdiskussion mit dem Journalisten Nelson Fraser klar zu, dass die Vorhersagen gemäss dem Besteller, also hier der englischen Behörden, und deren Zielsetzung zu entsprechen haben! Wie wird wohl unsere Taskforce die Prognosen auswählen? Am besten man nimmt unrealistisches Schlimmstes an, damit weitere Verschärfungen gerechtfertigt werden können! Oder sehe ich da schwarz?

  2. Egal, wie stimmig oder daneben sich Prognosen erweisen; niemals dürfen daraus Massnahmen abgeleitet werden, welche die elementaren Grundrechte der persönlichen und wirtschaftlichen Freiheit einschränken.
    Diesen die grundsätzlichen Menschenrechte verletzenden Weg haben die Regierungen dieser Welt schon viel zu lange beschritten, den sie sowieso niemals hätten beschreiten dürfen; auch dann nicht, wenn es eine echte Pandemie geben würde.
    Nicht der Staat und auch nicht der Arzt ist für die persönliche Gesundheit verantwortlich, sondern alleine der Mensch selbst. Die CH ist nun das einzige Land der Welt, welches diesen Grundsatz der Selbstverantwortung feinsäuberlich demokratisch entsorgt hat. Die daraus erwachsenden, fatalen Konsequenzen werden ALLE, auch die 62% Möchtegern-alle-vom-Staat-rundum-bevormundet-Seienden nun immer drastischer zu spüren bekommen.

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