CC-Talk vom 20. Mai 2010

[flv:http://www.politik.ch/fs/videos/cc_talk/100520_politiktalk.flv 480 310]Bankgeheimnis – wie weiter?

Nachdem die Schweiz im Februar 2009 den amerikanischen Steuerbehörden ohne Gerichtsentscheid vertrauliche Bankkundendaten ausgehändigt hat, wird vom Ende des Bankkundengeheimnis gesprochen. Wie heiss wird diese Suppe 15 Monate später gegessen? Wer trägt die Verantwortung? Soll das Schweizer Parlament dem Staatsvertrag mit den USA zustimmen? Wie soll es mit dem Schweizer Finanzplatz weitergehen? Über diese Fragen diskutieren Christoph Romer und Claudio Zanetti mit folgenden Gästen: Lukas Hässig (Journalist), welcher ein Buch zum Untergang des Bankgeheimisses verfasst hat und SVP-Nationalrat Hans Kaufmann.

Deutlich übers Ziel hinaus?

Für alle, die die „Weltwoche“ noch nicht abonniert haben, bringt der Tages-Anzeiger hier eine Zusammenfassung eines Interviews mit Christoph Blocher über die aktuelle Europa-Krise.

Zum Schluss des beitrags heisst es:
„Blocher glaubt, die Lage sei «brandgefährlich». Die «Weigerung der Politik», die Euro-Krise an der Wurzel anzugehen, erzeuge «gewaltige Spannungen». Das erfülle ihn mit Sorge. «Wenn ich sehe, wie deutsche Zeitungen gegen die Griechen schreiben, bin ich alarmiert». Das Friedensprojekt EU werde plötzlich zum «Brandbeschleuniger nationaler Spannungen».

Darum rät der Vizepräsident der SVP der Schweiz vorzusorgen, «auch für eine starke Armee». Hier schiesst der Alt-Bundesrat wohl deutlich übers Ziel hinaus.“

Der Redaktor konnte sich also einen Kommentar nicht verkneifen. Getreu der Devise der politisch Korrekten sind kriegerische Auseinandersetzungen in Europa undenkbar. Wer also für eine starke Armee und Landesverteidigung eintritt, schiesst übers Ziel hinaus?

Ist dem wirklich so? Auf Spiegel-Online ist praktisch zeitgleich dieser Beitrag erschienen. Offensichtlich gibt es Leute, die das Undenkbare denken. Am Schluss wird es auf diese ankommen.