Erst die Arbeit, dann die Welt retten

Nur Leute, die andere als „Klimaleugner“ verunglimpfen, werden leugnen, dass die Klimakonferenz von Kopenhagen gescheitert ist. So zum Beispiel Genosse Moritz Leuenberger, der aus seiner Teilnahme eine Schau machte, als würden die Grossen auf ihn warten, dass er nach einer langen Zugfahrt  sagt, wo es lang geht.

Dabei hätte der Mann zu Hause genug zu tun. Vermutlich als er gerade damit beschäftigt war, die zum Fotoshooting vor der Abfahrt passende Krawatte auszuwählen, traf die Nachricht ein, dass weder Deutsche Bahn DB noch die französische SNCF einer Beteiligung an SBB Cargo interessiert sind. Dabei behauptet Sozialdemokrat Leuenberger ohne müde zu werden, der Bahntransport sei klimaneutral. Ja pünktlich zum Gipfel in Kopenhagen meldete SBB Cargo, den Betonelementehersteller saw als ersten Kunden für den klimaneutralen Bahntransport gewonnen zu haben. Natürlich liegt auch dieser Nachricht aus dem Departement Leuenberger ein Schwindel zu Grunde, denn die unvermeidlichen CO2-Emissionen müssen durch „Klimaschutzmassnahmen“ neutralisiert werden. Im Klartext: Der Kunde muss zusätzlich für einen Ablass bezahlen, den ihm myclimate grosszügig gewährt.

Wenn es Moritz Leuenberger mit dem Klimaschutz wirklich ernst wäre, würde er damit beginnen, seine Arbeit ernst zu nehmen. Zumindest würde er für seinen Lohn eine Gegenleistung erbringen. Diese könnte beispielsweise darin bestehen, den Fluglärmstreit einer Lösung zuzuführen. Zumutbar wäre auch, dass er sich mit den Kosten auseinandersetzt, die in praktisch jedem seiner Zuständigkeitsbereiche aus dem Ruder laufen. Und wenn er dann die Hausaufgeben gemacht hat, kann er immer noch die Welt retten.

Ein Gedanke zu „Erst die Arbeit, dann die Welt retten“

  1. Zu BR Leuenberger und Kopenhagen noch eine Information, die verm. die Wenigsten wissen: BR Leuenberger ist ja, wie oben gesagt, in grosser show mit dem extra bemalten Zug nach Kopenhagen gefahren. Soweit so originell. Nun, wie denken Sie ist wohl die Rückfahrt verlaufen ? Die ist so verlaufen, dass der BR-Jet leer nach Kopenhagen flog und den BR abholte. Nichts mehr von Zugsrückfahrt und CO2 sparen. Diese Meldung fand sich selbstverständlich in kaum einer Zeitung. Man hat schon das Gefühl, dass da wieder einer Wasser predigt und selber Wein trinkt. Sehr unfein, verehrter Herr Bundesrat !

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