Die Folge sozialistischer Bildungspolitik

Nun ist es amtlich: Schaffhauser Schülerinnen und Schüler schneiden bei den kantonalen PISA-Resultaten am besten ab. Die Zürcher erreichten die tiefsten Mittelwerte der gesamten Deutschschweiz.

Einerseits ist dieses Ergebnis nicht überraschend, denn schliesslich beträgt der Wähleranteil der SVP im Kanton Schaffhausen fast 40 Prozent im Vergleich zu 33,9 Prozent im Kanton Zürich. Schaffhausen ist eben ein ländlicher Kanton, und auch im Schulwesen herrschen noch normale Verhältnisse. Es wird gelehrt und gelernt statt experimentiert. Für Kuschelpädagogik und zahllose Versuchsreihen einer ausser Rand und Band geratenen Bildungsbürokratie bleibt kaum Platz.

Auf den zweiten Blick ist das Resultat dennoch erstaunlich, denn es macht klar, dass die freisinnig-sozialdemokratische Bildungspolitik punkto Qualität versagt – und das trotz enorm hoher Kosten. Brauchbares Zahlenmaterial ist nur wenig vorhanden, oder es wird unter Verschluss gehalten. („Man kann nicht vergleichen, denn bei einigen Gemeinden ist der Abwart mitgerechnet“.) Doch nur schon ein oberflächlicher Blick in die Bildungsstatistik 2005 (neuere Zahlen sind von unserer Verwaltung, deren Kernkompetenz das Wachsen ist, nicht zu erhalten.) macht deutlich, dass Schaffhausen mit deutlich weniger Geld pro Schüler deutlich bessere Resultate erzielt.

Die hilflos wirkende Entschuldigung seitens der Bildungsdirektion, Zürich sei darum so schlecht, weil es am meisten fremdsprachige Kinder habe, ist geradezu grotesk. Das Fremdsprachen-Problem besteht zwar tatsächlich und wird insbesondere von der SVP seit Jahren angeprangert, doch gerade die sozialdemokratische Bildungsdirektorin und ihre internationalistischen Freunde wehren sich gegen jede Abhilfe. Im Gegenteil, sie verschärfen das Problem noch durch Personenfreizügigkeit, Masseneinbürgerungen und Schlendrian im Asylwesen.

5 Gedanken zu „Die Folge sozialistischer Bildungspolitik“

  1. Lieber Claudio

    Gott sei dank bin ich kein Politiker geworden, weil ich sonst die Welt immer aus einem schrägen Blickwinkel betrachten müsste. Schon immer hat mich erstaunt, wie viele intelligente Schaffhauser wir in Zürich haben; je öfter ich danach frage, umso mehr entdecke ich davon.
    Es mag sein, dass die ländlich-sittliche Atmosphäre eine Rolle spielt, aber ich will nicht ausschliessen, dass gerade in Schaffhausen schwäbisch-badisch-deutsche Gene dort in hohem Masse vorhanden sind, ein Faktor, der auch in der SVP bedeutende Persönlichkeiten hervorgebracht hat.
    Was Zürich angeht, bin ich schon seit langem der Auffassung, siehe Bertolt Brecht, dass die Menschen in den Städten, in „Mahagonny“, dem Zürich immer ähnlicher wird, zermahlen werden. Es sei denn, sie hätten jene schicke Leichtigkeit, welche die SP-Kandidatin für die kommende Stadtpräsidentschaft auszeichnet und welche der bürgerlichen Kandidatin, die ein wenig aussieht, wie es vor 50 Jahren üblich war, völlig abzugehen scheint. Mein Votum: Der Fortschritt kommt nie von innen, sondern stets von aussen. Freuen wir uns über die guten Schülerinnen und Schüler aus Schaffhausen.

  2. Als Berufsschullehrer bin ich direkter Empfänger des „Produktes“ Zürcherischer Volksschulpolitik. Und jetzt noch das JA zu HarmoS. Ich stelle fest, dass die Jugend die nun in die Berufsschule eintritt nicht schlechter und nicht besser ist als wir es waren. Im Gegenteil, sie sind offen und aufgeweckt. Aber sie haben eine misserable Erziehung – oder gar keine genossen. Schaut man ihnen beim Essen in der Kantine zu, so weiss man nicht, ob es Suizidversuche sind, die sie da mit Messer und Gabel veranstalten. Dazu haben sie eine ungenügende Volksschulausbildung hinter sich. Versucht man im Internet klar definierte Lernziele zu finden um zu überprüfen, welche Grundlagen diese Schüler, z.B. aus der Sek. A oder B mit bringen sollten, so stösst man nur auf Wohlfühl – Sätze. Haben sie den Pythagoras und den Thaleskreis behandelt oder nicht?. Kennen Sie die SI -Einheiten die bereits seid 1963 weltweit in Kraft sind, aber in der Volksschule noch nicht ihren Niederschlag gefundet haben? Da wundert es nicht, dass ein Schüler (Ausländer) in der zweiten Schulwoche der Berufsschule meint:
    „Ich glaube da haben wir etwas verpasst in der Volksschule!“ Ich beneide die Volksschullehrkräfte in keiner Weise. Wer steht ihnen zur Seite, wenn sie ihren Auftrag konsequent und zielgerichtet umsetzen wollen? Niemand. Im Gegenteil. Nicht die Kinder sind missraten, sondern die Eltern. Dazu kommen diverse fehlgeleitete Bildungspolitiker, die zu dieser Misere massgeblich beigetragen haben.

  3. Einzige Konstante an der Zürcher Volksschule sind die stetigen Änderungen wie Projekte ohne Ende. Einige erinnern sich sicher noch an TAV, die Teilautonomen Schulen. In unzähligen Sitzungen suchte die Lehrerschaft die Konsensfindung. Heute ist alles wieder ganz anders. Schulen, die sich damals für TAV Projekte entschieden, haben heute etwelche Mühe, das neue System Schulleiter einzuführen. Dies ist nur ein Beispiel, die Reihe könnte beliebig fortgesetzt werden. Zum Beispiel die Lehrer Nachqualifizierung für Frühenglisch . . . aber dies ist ein anderes Kapitel.

  4. 20 Jahre ständige Reform können nichts Beständiges wie Wissen hervorbringen. Vor allem dann nicht, wenn reformiert wird, was schon gut war.
    Komisch, dass sich mit HarmoS alle anderen Kantone den Zürcher Vorgaben, dem Zürcher Gesetz, anschliessen sollten. Schöner lässt sich Nivelierung nach unten kaum demonstrieren. Bevölkerungen von Nidwalden, Bern und so weiter, hört die Signale!

  5. Lieber Klaus
    Soll ich Dir für einmal Recht geben und bestätigen, dass es gut ist, dass Du kein Politiker geworden bist?
    Andererseits wurde uns etwas schwäbisch-badisch-deutsche-Bildungsethik ganz gut tun.

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